Anbieter im Vergleich · Stand August 2026

Dialog Berufsunfähigkeitsversicherung im Überblick

Die Dialog ist der reine Maklerversicherer im Generali-Konzern und hat sich auf die biometrische Absicherung spezialisiert. Trotz gemeinsamer Konzernmutter unterscheidet sie sich in Bedingungen und Prämie deutlich von der eigenen Generali-Berufsunfähigkeitsversicherung - und schneidet dabei meist besser ab.

✓ Faire, geschlossene Gesundheitsfragen ✓ Leistungsdynamik bis 5% ✓ Karrieregarantie seit Herbst 2025 ✘ Unterdurchschnittliche Überschüsse
Konzernmutter
Generali
Gegründet
1972 (als Erste Augsburger Leben)
Vertriebsweg
Ausschließlich Versicherungsmakler
Nachversicherung
4.000 € mtl. (bis 7.500 € Kammerberufe über Karrieregarantie)
AU-Klausel
24 Monate, Mehrbeitrag nur ca. 3%
Besonders geeignet für
Angestellte und Selbstständige mit Karriereambitionen
Ihr persönlicher Richtwert

Dialog BU Rechner

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Dialog BU Rechner: Ihr Richtwert im Tarif SBU-professional

Vier Angaben, ein unverbindlicher Richtwert.

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Hinweis: Für die Dialog ist kein offizieller Cent-Betrag mit vollständigen Rahmendaten öffentlich auffindbar (mehrfach geprüft). Die gezeigten Werte sind ein generisches Schätzmodell, keine anbieterspezifische Musterrechnung.
500 €2.250 €4.000 €
Geschätzter Monatsbeitrag
ab 42 € / Monat
Basierend auf kaufmännischem Angestellten, 28 Jahren, 1.500 € Rente bis 67, ohne AU-Schutz.
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Der Versicherer

Der reine Maklerversicherer im Generali-Konzern

Die Dialog wurde 1972 in Augsburg als "Erste Augsburger Leben Versicherungs-Aktiengesellschaft" gegründet, 1974 von der Deutschen Lloyd Lebensversicherung übernommen und 1983 in "Dialog" umbenannt. Seit 2003 konzentriert sich das Unternehmen ausschließlich auf den Versicherungsmaklermarkt und positioniert sich als Biometrie-Spezialist. 2019 zog sich die Konzernmutter Generali komplett aus dem freien Maklergeschäft zurück und vertreibt seither nur noch exklusiv über die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) - das bisherige Sachversicherungsgeschäft der Generali für Makler wurde daraufhin auf die Dialog übertragen.

Bemerkenswert: Obwohl beide Gesellschaften demselben Konzern angehören, unterscheidet sich die Dialog-BU in Bedingungen, technischer Ausgestaltung und Prämie deutlich von der Generali-eigenen Berufsunfähigkeitsversicherung - und schneidet dabei nach unabhängiger Einschätzung meist besser ab. Ein DVAG-Vertreter kann demnach nur die schwächere Generali-BU anbieten, während Kunden über einen unabhängigen Makler mit der Dialog eine bessere Absicherung im selben Konzern erhalten können - ein ungewöhnliches Novum am Markt.

Gegründet wurde das Unternehmen von Otto Forst, seinerzeit Präsident der Executive Life Insurance Company in Beverly Hills - eine für einen deutschen Lebensversicherer ungewöhnliche transatlantische Gründungsgeschichte. Die Dialog Lebensversicherungs-AG hat ihren Sitz bis heute in Augsburg, während die zugehörige Dialog Versicherung AG für das Sachversicherungsgeschäft in München firmiert. Als Aktiengesellschaft gehört die Dialog vollständig zur Generali Deutschland AG und beschäftigt rund 900 Mitarbeiter. Anders als bei einem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit unterliegt die Dialog damit grundsätzlich anderen Anreizstrukturen als genossenschaftlich organisierte Wettbewerber - ein Aspekt, der im Langzeitvergleich der Beitragsstabilität relevant sein kann, auch wenn er für sich genommen keine unmittelbare Warnung darstellt.

Im Vorstand der Dialog Lebensversicherungs-AG sitzen seit 2023 unter anderem Tamara Pagel als Vorsitzende sowie Ulrich Ostholt, Neven Rebić, Michael Reinelt und Daniel Spooren, den Aufsichtsratsvorsitz hat Stefan Lehmann inne. Die organisatorische Trennung zwischen der reinen Maklergesellschaft Dialog und der auf den Ausschließlichkeits- und DVAG-Vertrieb fokussierten Konzernmutter Generali ist am deutschen Markt eine der klareren Vertriebswege-Trennungen innerhalb eines einzigen Konzerns - für Verbraucher bedeutet das in der Praxis, dass der Name "Generali" auf dem Papier nichts über die tatsächliche Produktqualität aussagt, die im konkreten Einzelfall vermittelt wird.

Risikoprüfung

Gesundheitsfragen: fair formuliert, mit einer bemerkenswerten Ausnahme

Die Dialog stellt eine geschlossene Hauptfrage: Abgefragt werden nur tatsächliche Beratungen, Behandlungen oder Untersuchungen der letzten fünf Jahre - eine offene Frage nach Beschwerden ohne Arztbesuch oder nach körperlichen/geistigen Beeinträchtigungen gibt es im Normalantrag nicht. Auch der Abfragezeitraum für stationäre Aufenthalte wurde auf fünf Jahre gesenkt (vorher zehn), inklusive des einschränkenden Wortes "stationär". Eine umfangreiche Liste harmloser Diagnosen muss nicht angegeben werden.

Abfragezeiträume der Dialog-Gesundheitsfragen (Normalantrag)
KategorieZeitraumEinordnung
Ärztliche Behandlung/Beratung/Untersuchung5 Jahre, geschlossen formuliertVorteilhaft, nahe AXA-Niveau
Stationäre Aufenthalte5 JahreVorteilhaft (Standard: 10 Jahre)
Offene BeschwerdefrageKeineDeutlich kundenfreundlicher als Marktdurchschnitt
Drogenkonsum5 Jahre, allgemeine Einnahme (nicht nur Behandlung)Marktüblich, nicht Bestwert
RauchenZuschlag ca. 20%Im oberen Marktbereich

Der Vergleich mit dem allgemeinen Marktstandard zeigt, wie deutlich sich die Dialog seit den Updates 2025 von vielen älteren Tarifwerken abhebt: Während zahlreiche Anbieter nach wie vor eine offene Beschwerdefrage stellen - bei der grundsätzlich jede subjektiv wahrgenommene gesundheitliche Auffälligkeit angegeben werden müsste, unabhängig von einem tatsächlichen Arztbesuch - beschränkt sich die Dialog konsequent auf nachweisbare ärztliche Kontakte. Für Antragsteller mit einer diffusen, aber nie ärztlich abgeklärten gesundheitlichen Vorgeschichte kann dieser Unterschied im Einzelfall darüber entscheiden, ob ein Antrag reibungslos durchläuft oder in eine aufwendige Nachfrageschleife des Versicherers mündet.

Eine Besonderheit gibt es bei den seit Februar 2024 angebotenen verkürzten Gesundheitsfragen für unter 35-Jährige (bis 2.000 Euro Rente, BMI 18-27): Hier findet sich - anders als im Normalantrag - eine offene Frage nach psychischen Beschwerden der letzten fünf Jahre. Die eigentlich vereinfachte Prüfung kann dadurch bei psychischen Themen zum Nachteil werden; wer entsprechend vorbelastet ist, fährt mit dem normalen Antrag besser. Bei einer Testanfrage wurde zudem festgestellt, dass die Dialog auf anonyme Risikovoranfragen kein Votum abgibt, sondern auf einen Probeantrag verweist - ein praktischer Nachteil gegenüber Anbietern mit echter anonymer Prüfung.

Für die praktische Beratung ergibt sich daraus eine klare Empfehlung: Bei relevanten psychischen Vorerkrankungen sollte grundsätzlich der reguläre Normalantrag gewählt werden, auch wenn die verkürzte Variante auf den ersten Blick attraktiver wirkt - denn im Normalantrag entfällt die offene Psyche-Frage vollständig, während sie in der vermeintlich einfacheren verkürzten Prüfung gerade in diesem sensiblen Bereich weiterhin besteht. Diese Konstellation ist ein gutes Beispiel dafür, dass "vereinfacht" nicht in jedem Einzelfall automatisch "kundenfreundlicher" bedeutet und eine individuelle Prüfung vor der Wahl des passenden Antragswegs sinnvoll ist.

Technische Ausgestaltung

Beitragsdynamik verbessert, Leistungsdynamik bis 5 Prozent

Bis zum Update im Oktober 2025 ließ sich die Beitragsdynamik der Dialog nur zweimal in Folge aussetzen, bevor sie ganz entfiel - seither ist der Widerspruch unbegrenzt möglich. Die Dynamik endet bei 7.500 Euro monatlicher BU-Rente (angehoben von zuvor 5.000 Euro Anfang 2025) oder fünf Jahre vor Vertragsende, mit einer Angemessenheitsprüfung ab 5.000 Euro. Schüler, Studenten und Azubis bleiben bei maximal 3 statt 5 Prozent - ein Kritikpunkt, da diese Gruppe von einer hohen Dynamik besonders profitieren würde.

Bei der Leistungsdynamik zeigt sich die Dialog dagegen von ihrer besten Seite: Statt der marktüblichen 3 Prozent lässt sich hier eine garantierte Rentensteigerung von bis zu 5 Prozent vereinbaren - eine echte Seltenheit am Markt. Wichtig zu wissen: Die nicht garantierten Überschüsse liegen mit 1,35 bis 1,65 Prozent (2022-2024) unter dem Marktdurchschnitt von rund 2,8 Prozent - der Einbau der Leistungsdynamik ist bei der Dialog daher besonders empfehlenswert.

In der Kombination aus niedrigen Überschüssen und überdurchschnittlicher, garantierter Leistungsdynamik zeigt sich ein Muster, das auch bei anderen Anbietern mit ähnlicher Konstellation zu beobachten ist: Eine garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall ist für den Versicherer kalkulatorisch teurer als eine bloße Überschussbeteiligung, wird aber gerade dann zum entscheidenden Vorteil, wenn die tatsächlichen Überschüsse - wie bei der Dialog - unterdurchschnittlich ausfallen. Wer sich für die Dialog entscheidet, sollte die Leistungsdynamik daher nicht als optionales Extra, sondern als integralen Bestandteil einer durchdachten, langfristig tragfähigen Absicherung betrachten und entsprechend von Anfang an fest im Budget für die gesamte Vertragslaufzeit einplanen.

Zusatzbaustein

AU-Klausel: 24 Monate zu einem sehr günstigen Aufschlag

Die Arbeitsunfähigkeitsklausel der Dialog leistet marktübliche 24 Monate in der guten Form (kein gleichzeitiger BU-Leistungsantrag nötig), ausgelöst nach vier Monaten Krankschreibung plus fachärztlicher Prognose von zwei weiteren Monaten. Bemerkenswert ist der Mehrbeitrag: Mit rund 3 Prozent liegt dieser deutlich unter dem sonst üblichen Aufschlag von 11 bis 13 Prozent - ein klarer Pluspunkt, der den Einbau der Klausel fast immer sinnvoll macht. Ein Nachteil bleibt: Wird die AU-Klausel einmal gezogen, entfällt danach die Nachversicherungsmöglichkeit.

Angesichts des ungewöhnlich niedrigen Aufschlags von nur rund 3 Prozent - gegenüber einem sonst am Markt üblichen Zuschlag von 11 bis 13 Prozent für einen vergleichbaren Baustein - fällt die Kosten-Nutzen-Abwägung bei der Dialog deutlich zugunsten des Einbaus aus. Der genannte Nachteil, dass eine einmal gezogene AU-Leistung die weitere Nachversicherung ausschließt, betrifft in der Praxis nur jene Versicherten, die tatsächlich eine längere Krankschreibung durchlaufen - für die überwiegende Mehrheit der Vertragslaufzeit bleibt der Baustein damit ein Zusatzschutz nahezu ohne echten Kompromiss.

Erhöhungsmöglichkeiten

Nachversicherung deutlich verbessert, neue Karrieregarantie

Die Dialog verzichtet bei der Nachversicherung vollständig auf eine erneute Risikoprüfung, gewährt zwölf Monate Zeit pro Ereignis und lässt Erhöhungen bis zum 50. Lebensjahr zu. Bis Herbst 2025 gab es jedoch einen erheblichen Konstruktionsfehler: Die Gesamterhöhung war auf maximal 100 Prozent der anfänglich versicherten Rente begrenzt - wer etwa mit 1.000 Euro als Student startete, konnte nie mehr als 2.000 Euro erreichen, selbst wenn die offizielle Obergrenze bei 3.500 Euro lag.

Seit dem Update Herbst 2025 ist dieses Problem behoben: Die Nachversicherungsgrenze liegt nun bei 4.000 Euro monatlich, die 100-Prozent-Deckelung ist entfallen (ersetzt durch eine Grenze von maximal 3.000 Euro pro Einzelerhöhung, was durch die übliche Kombination mit der Beitragsdynamik in der Praxis kaum einschränkt). Gleichzeitig wurde eine Karrieregarantie eingeführt: Bei einer Einkommenssteigerung von nur 5 Prozent (bei Selbstständigen über zwei aufeinanderfolgende Jahre) lässt sich die Rente auf bis zu 6.000 Euro, bei Kammerberufen sogar bis 7.500 Euro erhöhen - auch für befristet Angestellte nutzbar. Die niedrige 5-Prozent-Schwelle ist im Marktvergleich ausgesprochen kundenfreundlich, da andere Anbieter bei Selbstständigen teils 20 bis 30 Prozent Gewinnsteigerung verlangen.

Im Marktvergleich reiht sich die Dialog mit dieser Neuregelung in die Gruppe der Anbieter mit Karrieregarantie im Bereich von 6.000 bis 7.500 Euro ein - vergleichbar mit der Gothaer und dem Volkswohl Bund, aber weiterhin unterhalb der Spitzenwerte von LV 1871 (bis 8.000 Euro) oder der Nürnberger und Hannoverschen (jeweils bis 7.500 beziehungsweise 10.000 Euro über die reguläre Nachversicherung). Für Angestellte im öffentlichen Dienst und befristet Beschäftigte ist besonders relevant, dass die Karrieregarantie der Dialog ausdrücklich auch für befristete Arbeitsverhältnisse nutzbar ist - eine Einschränkung, die bei manchen anderen Anbietern besteht, bei der Dialog aber explizit nicht gemacht wird.

Weitere Details

Startertarif ohne Mogelpackung, echte berufliche Besserstellung

Der Startertarif "SBU-go-professional" der Dialog ist ungewöhnlich fair gestaltet: Anders als bei den meisten Einsteigertarifen ist hier bereits in der Startphase eine Beitragsdynamik enthalten, bevor ab dem sechsten Jahr der Beitragssprung zur Zielphase erfolgt. Auch die berufliche Besserstellung ist real nutzbar: In den ersten zehn Vertragsjahren und vor dem 36. Lebensjahr lässt sich der Beitrag bei einem Berufswechsel ohne neue Risikoprüfung reduzieren. Seit Anfang 2025 gibt es zudem eine kostenfreie Sofortleistung bei Krebs: Ab einem bestimmten Tumorstadium zahlt die Dialog einmalig für zwölf Monate, ohne Prüfung einer tatsächlichen Berufsunfähigkeit. Automatisch enthalten ist außerdem eine Dienstunfähigkeitsklausel für Beamte.

Für Beamte auf Lebenszeit, Probe und Widerruf ist diese DU-Klausel automatisch Bestandteil des Vertrags, ohne dass ein gesonderter Tarif gewählt werden müsste - anders als etwa bei der Nürnberger, wo Beamte einen separaten SDU-Tarif abschließen müssen. Für angehende Beamte, die sich bereits während des Referendariats oder Vorbereitungsdienstes absichern möchten, ist diese automatische Einbindung ein praktischer Vorteil, da keine gesonderte Umstellung des Vertrags beim späteren Eintritt in das Beamtenverhältnis nötig ist.

Ein weiterer, lange kritisierter Schwachpunkt wurde mit den Updates 2025 beseitigt: Die frühere Raucher-Meldepflicht der Dialog verlangte, dass ein zu Vertragsbeginn als Nichtraucher eingestufter Versicherter einen späteren Griff zur Zigarette aktiv melden musste, andernfalls drohte im Leistungsfall eine Diskussion um vorvertragliche Anzeigepflichten. Diese Regelung wurde am Markt teils als eine Art Dauerfalle kritisiert und ist inzwischen entfallen. Kombiniert mit der grundlegend überarbeiteten Gesundheitsprüfung ergibt sich damit ein Antrags- und Vertragsprozess, der sich spürbar von dem älteren, strengeren Dialog-Bedingungswerk unterscheidet.

Beim Tarif SBU-solution setzt die Dialog auf ein flexibles Beitragsmodell: Der Einstieg erfolgt zu einem risikoadäquaten, vergleichsweise günstigen Beitrag, ein späterer Wechsel innerhalb der Tarifstruktur ist grundsätzlich jederzeit möglich, ohne dass der gesamte Vertrag neu beantragt werden müsste. Die Arbeitsunfähigkeitsklausel lässt sich für einen mit rund 3 Prozent vergleichsweise günstigen Beitragsaufschlag hinzubuchen - angesichts der Leistungsdauer von 24 Monaten und der insgesamt soliden Bedingungen aus unabhängiger Sicht eine Option, die sich in den meisten Fällen lohnt.

Ergänzend bietet die Dialog eine Überbrückungshilfe für den Fall, dass ein zuvor bestehendes Krankentagegeld ausläuft, ohne dass die BU-Leistungsprüfung bereits abgeschlossen ist - diese Hilfe ist allerdings auf sechs Monate begrenzt. Für Versicherte mit einer separaten, langlaufenden Krankentagegeldversicherung ist diese Begrenzung meist unproblematisch; wer jedoch keine zusätzliche Absicherung für die Übergangsphase besitzt, sollte diesen zeitlich begrenzten Baustein bei der Bedarfsermittlung entsprechend berücksichtigen und gegebenenfalls durch eine eigenständige Krankentagegeldversicherung ergänzen.

Zielgruppen im Überblick

Dialog BU für Angestellte, Selbstständige und Beamte

Eignung der Dialog BU nach Zielgruppe
ZielgruppeEignungBesonderheit
Angestellte mit GehaltsperspektiveGut geeignetKarrieregarantie schon ab 5% Gehaltssteigerung
Selbstständige mit WachstumGut geeignetNur 5% Gewinnsteigerung über 2 Jahre für Karrieregarantie nötig
Schüler/Studenten/AzubisBedingt geeignetDynamik auf 3% gedeckelt, kein Sprung auf 5% bei Berufseinstieg
Personen mit psychischer VorbelastungNormalantrag statt Sonderaktion nutzenVerkürzte Gesundheitsfragen haben offene Psyche-Frage
BeamteGut geeignetDU-Klausel automatisch enthalten

Bemerkenswert bei der Marktbeobachtung: Trotz durchgehend guter Ratingnoten spielte die Dialog in der täglichen Beratungspraxis spezialisierter BU-Makler über viele Jahre eine eher untergeordnete Rolle - ein Widerspruch, der sich mit den historischen Schwachpunkten erklären lässt: der früheren 100-Prozent-Deckelung bei der Nachversicherung, der auf 5.000 Euro begrenzten Beitragsdynamik-Obergrenze und der bereits erwähnten Raucher-Meldepflicht. Mit den beiden großen Updates des Jahres 2025 wurden diese strukturellen Kritikpunkte weitgehend beseitigt, sodass die Dialog aus unabhängiger Sicht eine Neubewertung im Angebotsvergleich verdient - auch wenn belastbare Praxiserfahrungen mit den neuen Bedingungen naturgemäß erst über die kommenden Jahre entstehen werden.

Für Schüler, Studenten und Auszubildende bleibt die Beitragsdynamik-Deckelung auf 3 statt 5 Prozent ein nennenswerter Wermutstropfen: Gerade diese Zielgruppe würde von einer möglichst hohen Dynamik über die lange verbleibende Vertragslaufzeit finanziell am stärksten profitieren, da sich selbst kleine prozentuale Unterschiede über Jahrzehnte deutlich aufsummieren. Wer als junger Versicherter besonders viel Wert auf eine hohe Beitragsdynamik legt, sollte daher gezielt Alternativen mit einer einheitlichen 5-Prozent-Regelung für alle Altersgruppen vergleichen, bevor eine endgültige Entscheidung fällt.

Testergebnisse im Detail

So schneidet die Dialog BU bei Ratingagenturen ab

Testnoten der Dialog Berufsunfähigkeitsversicherung
InstitutErgebnisHinweis
Stiftung Warentest"gut" (1,6)Knapp an "sehr gut" vorbei
Franke & BornbergFFF ("sehr gut")Leistungsnote 0,9, nicht die Bestnote FFF+

Die Testnoten der Dialog liegen damit solide im oberen Mittelfeld, ohne durchgängige Bestnoten zu erreichen - ein realistisches Bild angesichts der insgesamt guten, aber nicht in jedem Punkt marktführenden Ausstattung. Da Franke & Bornberg insbesondere die Bedingungsqualität und Morgen & Morgen zusätzlich die konkreten Musterkunden-Beiträge gewichtet, lohnt sich bei einer Note im oberen, aber nicht höchsten Bereich stets der Blick auf die tatsächlichen, hier im Detail beschriebenen Vertragsklauseln statt auf die zusammenfassende Note allein.

Auffällig ist dabei ein gewisser Widerspruch zwischen den Ratingnoten und der tatsächlichen Marktwahrnehmung: In den großen Vergleichslisten schneidet die Dialog regelmäßig mit Bestnoten ab, in der täglichen Beratungspraxis spezialisierter BU-Makler spielte sie über viele Jahre dennoch eine eher untergeordnete Rolle. Dieser Widerspruch erklärt sich am ehesten durch die zuvor beschriebenen strukturellen Schwächen im Detail - etwa die frühere 100-Prozent-Deckelung bei der Nachversicherung -, die von allgemeinen Ratingnoten nicht immer in voller Tiefe abgebildet werden. Ein Rating bewertet meist das Bedingungswerk als Ganzes und gewichtet dabei nicht zwangsläufig jene Einzelpunkte am stärksten, die in der individuellen Beratungspraxis am häufigsten zum Ausschlusskriterium werden. Für die eigene Entscheidung empfiehlt sich daher, sich nicht allein auf eine zusammenfassende Note zu verlassen, sondern die hier beschriebenen Einzelaspekte gezielt mit der eigenen Situation abzugleichen.

Häufige Fragen

Dialog BU: die wichtigsten Antworten

Ist die Dialog dasselbe wie die Generali Berufsunfähigkeitsversicherung?

Nein. Obwohl die Dialog zum Generali-Konzern gehört, unterscheidet sich ihre Berufsunfähigkeitsversicherung deutlich von der eigenen Generali-BU - bei Bedingungen, technischer Ausgestaltung und Prämie schneidet die Dialog nach unabhängiger Einschätzung meist besser ab. Die Dialog wird ausschließlich über Versicherungsmakler vertrieben, nicht über den Ausschließlichkeitsvertrieb der Generali.

Wie hoch ist die Leistungsdynamik bei der Dialog maximal?

Bei der Dialog lässt sich eine Leistungsdynamik von bis zu 5 Prozent vereinbaren - deutlich mehr als der Marktstandard von meist 3 Prozent. Das ist am Markt eine Seltenheit.

Wo endet die Beitragsdynamik bei der Dialog?

Die Beitragsdynamik der Dialog endet bei 7.500 Euro monatlicher BU-Rente oder spätestens fünf Jahre vor Vertragsende. Diese Grenze wurde Anfang 2025 von zuvor 5.000 Euro angehoben.

Was wurde bei der Nachversicherung der Dialog verbessert?

Bis Herbst 2025 durfte die BU-Rente insgesamt nur um maximal 100 Prozent der anfänglichen Rente erhöht werden, was besonders junge Versicherte mit niedriger Anfangsrente stark einschränkte. Seit dem Update liegt die Obergrenze bei 4.000 Euro monatlich, die 100-Prozent-Regel ist entfallen, und es gibt zusätzlich eine neue Karrieregarantie bis 6.000 beziehungsweise 7.500 Euro für Kammerberufe.

Für wen eignet sich die Dialog Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Dialog eignet sich gut für Personen, die faire Gesundheitsfragen und eine überdurchschnittliche Leistungsdynamik schätzen und mit einer Konzernzugehörigkeit zu Generali leben können. Für sehr junge Antragsteller mit hohem Absicherungsbedarf lohnt sich ein Blick auf die neue Karrieregarantie.

Kostenlos & unverbindlich

Angebot für die Dialog Berufsunfähigkeitsversicherung

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