DBV BU · Stand September 2026

DBV Dienstunfähigkeitsversicherung im Überblick

Bei der DBV werden Berufsunfähigkeitsversicherung und Dienstunfähigkeitsschutz auf Status und Laufbahn abgestimmt. Dienstanfänger, Beamte auf Lebenszeit und Beschäftigte im Vollzugsdienst haben unterschiedliche Versorgungslücken und Anforderungen an ihre Klauseln.

✓ Echte DU-Klausel für Beamte ✓ Zwei Phasen in einem Vertrag ✘ Höhere Renten nur mit Versorgungsanalyse
Gegründet
1871
Konzernmutter
AXA
Versicherte insgesamt
ca. 1,2 Mio. (v.a. PKV)
Pauschalgrenze Phase 1 (max.)
3.000 € (ab A14)
Pauschalgrenze Phase 2 (max.)
2.300 € (ab A14)
Besonders geeignet für
Beamte, Richter, Soldaten

DBV Berufsunfähigkeits­versicherung und DU: Schutz passend zur Beamtenlaufbahn

DienstherrnentscheidungDU-Klausel

Dienstrechtliche Prüfung berücksichtigen

Die Bedingungen regeln, wann Entlassung oder Ruhestandsversetzung einen Anspruch auslösen.

Eingeschränkte DienstfähigkeitTeil-DU

Einkommenseinbußen mitdenken

Der konkrete Einschluss muss im DBV-Angebot erkennbar sein.

Polizei und FeuerwehrBesondere DU

Anforderungen des Vollzugsdienstes

Die allgemeine DU ist nicht automatisch mit jeder besonderen Verwendungsunfähigkeit gleichzusetzen.

DienstbeginnStatusgerechte Rente

Versorgungslücke früh absichern

Widerruf, Probe und Lebenszeit sollten bei Höhe und Dauer des Schutzes berücksichtigt werden.

Die Übersicht unterscheidet enthaltene Leistungen und wählbare Ergänzungen. Maßgeblich sind Tarifvariante, vereinbarte Bausteine und die jeweiligen Leistungsvoraussetzungen.

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Wie ergänzt der DBV-Dienstunfähigkeitsschutz die berufliche Absicherung?

Bei der DBV sollte eine Dienstunfähigkeitsversicherung zur jeweiligen Laufbahn und zum aktuellen Beamtenstatus passen. Dienstanfänger haben häufig einen anderen Absicherungsbedarf als Beamte auf Lebenszeit mit bereits aufgebauten Versorgungsansprüchen.

Allgemeine Dienstunfähigkeit und Teil-DU

Eine Dienstunfähigkeitsklausel legt fest, unter welchen Bedingungen die Entscheidung des Dienstherrn für eine Versicherungsleistung maßgeblich wird. Teil-Dienstunfähigkeit ist davon zu unterscheiden: Hier geht es um eine eingeschränkte Dienstfähigkeit und entsprechend mögliche Einkommenseinbußen. Ob dieser Schutz eingeschlossen ist, muss das konkrete DBV-Angebot erkennen lassen.

Besondere Anforderungen im Vollzugsdienst

Für Polizei, Feuerwehr oder vergleichbare Laufbahnen können zusätzliche Anforderungen gelten. Wer nur die allgemeine DU absichert, sollte daraus nicht automatisch Schutz bei jeder besonderen Verwendungsunfähigkeit ableiten. Sinnvoll ist die gemeinsame Prüfung von Laufbahn, Rentenhöhe, Leistungsdauer und Wechselmöglichkeiten, wenn später eine andere Tätigkeit oder ein anderer Status erreicht wird.

Einordnung

Die BU-Spezialmarke für Beamte des AXA-Konzerns

Die Deutsche Beamten Versicherung (DBV) wurde 1871 auf Initiative von Kaiser Wilhelm I. als "Lebensversicherungsanstalt für die Armee und Marine" gegründet und nahm 1872 in Berlin ihren Betrieb auf. 1929 fusionierte sie mit der Preußischen Rentenversicherungsanstalt und der Kaiser-Wilhelm-Spende zur "Deutsche Beamten-Versicherung öffentliche Lebens- und Renten-Versicherungsanstalt". 1990 wurde eine Holding gegründet, 1996 fusionierte diese mit der Schweizer Winterthur-Versicherung zur DBV-Winterthur Holding AG. 2006 übernahm der französische AXA-Konzern die Winterthur-Gruppe und damit auch die DBV; die eigenständige Marke blieb dabei jedoch bewusst erhalten. Nach mehreren weiteren konzerninternen Verschmelzungen - zuletzt wurde die DBV Beamtenversicherung AG 2016 auf die AXA Versicherung AG verschmolzen - existiert die DBV heute als Zweigniederlassung innerhalb der jeweiligen AXA-Gesellschaften (Kranken-, Lebens- und Sachversicherung), mit Sitz in Wiesbaden.

Die DBV zählt mit rund 1,5 bis 1,7 Millionen Kunden - vor allem in der beihilfefähigen privaten Krankenversicherung - zu den größten Spezialversicherern für den öffentlichen Dienst in Deutschland. Von den jährlich rund 120.000 Neueinstellungen im öffentlichen Dienst entscheiden sich schätzungsweise 20 Prozent für die DBV. Vor Ort betreuen rund 3.600 persönliche Berater die Kunden, ergänzt um Servicezentren in Hamburg, Offenbach am Main, Köln und München. Neben der Krankenversicherung bietet die DBV auch Diensthaftpflicht und die Dienstunfähigkeitsversicherung an, um die sich dieser Artikel dreht.

Dass die Marke DBV trotz vollständiger AXA-Konzernzugehörigkeit seit nun fast zwei Jahrzehnten eigenständig fortbesteht, ist kein Zufall: Die über 150-jährige Historie als Spezialversicherer für den öffentlichen Dienst hat einen erheblichen Wiedererkennungswert bei der Zielgruppe geschaffen, den AXA im Rahmen der Übernahme bewusst erhalten wollte, statt die DBV vollständig in die allgemeine AXA-Markenwelt zu integrieren. Für Kunden bedeutet das in der Praxis: Sie profitieren von der Finanzkraft und den Kapazitäten des großen AXA-Konzerns, während sie gleichzeitig weiterhin eine auf ihre besondere berufliche Situation zugeschnittene Beratung und Produktausgestaltung erhalten - eine Kombination, die weder ein reiner Nischenanbieter ohne Konzernrückhalt noch ein allgemeiner Großversicherer ohne Spezialisierung auf den öffentlichen Dienst in dieser Form bieten könnte.

Technisch handelt es sich bei der DBV-Dienstunfähigkeitsversicherung um die AXA-Berufsunfähigkeitsversicherung, ergänzt um eine echte Dienstunfähigkeitsklausel speziell für Beamte, Richter und Soldaten - ein Baustein, den die reine AXA-BU ohne DBV-Bezug nicht enthält. Alle allgemeinen AXA-Bedingungen (Berufsgruppensystem, Gesundheitsfragen, Karrieregarantie) gelten daher auch für die DBV; Details dazu finden Sie auf der AXA-Anbieterseite. Für eine erste Beitragseinschätzung außerhalb der Dienstunfähigkeitskomponente eignet sich daher der dortige BU-Rechner.

DBV · Hintergrund

Wie häufig wird man tatsächlich dienstunfähig - und was bedeutet das für die BU?

Nach Daten des Statistischen Bundesamts wurden im Jahr 2023 rund 18 Prozent aller neu in den Ruhestand versetzten Bundesbeamten wegen Dienstunfähigkeit pensioniert - das Durchschnittsalter bei einer solchen vorzeitigen Pensionierung lag bei rund 56 Jahren und 3 Monaten. Diese Zahlen machen das grundsätzliche Risiko greifbar, für das die Dienstunfähigkeitsversicherung eine private Zusatzabsicherung bietet: Das gesetzliche Ruhegehalt allein reicht bei einer vorzeitigen Dienstunfähigkeit oft nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten - insbesondere, wenn die Dienstunfähigkeit bereits früh in der Laufbahn eintritt und damit nur ein reduziertes Ruhegehalt erdient wurde.

Im Leistungsfall wird die DBV-Rente monatlich ausgezahlt und unterliegt wie andere private Berufsunfähigkeitsrenten dem Ertragsanteilverfahren: Nur ein Teil der tatsächlich ausgezahlten Rente gilt als steuerpflichtiges Einkommen, der genaue Anteil richtet sich nach dem Alter bei Rentenbeginn beziehungsweise der voraussichtlichen Restlaufzeit der Zahlung. Für die steuerliche Behandlung der Beiträge gelten dieselben Regeln wie bei anderen privaten Berufsunfähigkeitsversicherungen - sie zählen zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen im Rahmen der Sonderausgaben.

Besonders für junge Beamtenanwärter ist die statistische Erkenntnis relevant, dass eine Dienstunfähigkeit keineswegs nur ein Risiko des fortgeschrittenen Alters ist: Auch psychische Erkrankungen, Unfälle oder chronische körperliche Beschwerden können bereits in jungen Jahren zur Dienstunfähigkeit führen. Wer sich frühzeitig - idealerweise schon während der Ausbildung, des Referendariats oder der Probezeit - absichert, profitiert dabei gleich doppelt: Der in jungen Jahren meist noch unauffällige Gesundheitszustand erleichtert die Risikoprüfung, und die im Verhältnis zum Absicherungsbedarf niedrigeren Beiträge lassen sich über die gesamte restliche Laufbahn hinweg zu einem günstigeren Niveau festschreiben, statt erst bei einem späteren, möglicherweise ungünstigeren Gesundheitszustand einen deutlich teureren Vertrag abschließen zu müssen.

Für Studenten auf Lehramt, Rechtsreferendare und andere angehende Beamte, deren berufliche Zukunft im öffentlichen Dienst bereits absehbar ist, lohnt sich daher ein frühzeitiger Blick auf die DBV-Dienstanfängerpolice, statt die Absicherung erst nach der eigentlichen Verbeamtung oder Ernennung in Angriff zu nehmen, wenn sich der Gesundheitszustand möglicherweise bereits verschlechtert hat.

Vertragsstruktur

Wie sind die beiden Absicherungsphasen der DBV BU aufgebaut?

Die DBV-Dienstunfähigkeitsversicherung unterscheidet zwischen zwei Phasen, die in einem einzigen Vertrag abgebildet werden - ohne dass zwei separate Policen nötig sind. Phase 1 beginnt mit der Dienstanfängerpolice oder dem Tarif Smart Flex und gilt für die Zeit als Beamter auf Widerruf oder auf Probe, in der noch kein Ruhegehaltsanspruch besteht - hier gelten deutlich höhere Pauschalgrenzen, da bei Dienstunfähigkeit in dieser Phase keine Versorgung durch den Dienstherrn greift. Phase 2 beginnt mit der Verbeamtung auf Lebenszeit; hier wird das dann bestehende Ruhegehalt bei der maximalen Absicherungshöhe berücksichtigt, weshalb die Pauschalgrenzen niedriger ausfallen.

Praktisch bedeutsam ist zudem ein Optionsrecht: Wer den Vertrag bereits während der Probezeit oder als Beamter auf Widerruf abschließt, kann bei der späteren Verbeamtung auf Lebenszeit die Absicherung im Rahmen der dann gültigen Pauschalgrenzen erhöhen, ohne dass dafür erneut Gesundheitsfragen beantwortet werden müssen. Dieser automatische Übergang zwischen den beiden Vertragsphasen ist einer der zentralen praktischen Vorteile der DBV-Lösung gegenüber einer nachträglichen, separaten Antragstellung mit dem Risiko einer erneuten, möglicherweise ungünstigeren Gesundheitsprüfung zum späteren Zeitpunkt der Verbeamtung.

Für Referendare und Beamtenanwärter, die noch nicht wissen, wann genau ihre Verbeamtung auf Lebenszeit erfolgen wird, bietet diese durchgängige Vertragsstruktur zusätzliche Planungssicherheit: Der Übergang zwischen den beiden Phasen erfolgt automatisch zum tatsächlichen Zeitpunkt der Verbeamtung, ohne dass ein aktives Zutun des Versicherten notwendig wäre - ein Unterschied zu Lösungen, bei denen zwei getrennte Verträge nacheinander abgeschlossen werden müssten und dabei das Risiko einer Deckungslücke oder einer erneuten, ungünstigen Gesundheitsprüfung entstehen könnte.

Absicherungshöhe

DBV Dienstunfähigkeitsversicherung: Welche Rentengrenzen gelten?

Ohne gesonderte Prüfung lassen sich bei der DBV je nach Besoldungsgruppe und Phase folgende monatliche Renten absichern:

Der Vorteil solcher Pauschalgrenzen liegt in der Antragsvereinfachung: Innerhalb dieser Grenzen ist keine gesonderte Einkommens- oder Bedarfsprüfung notwendig, da die DBV den typischen Absicherungsbedarf je Besoldungsgruppe bereits pauschal kalkuliert hat. Das beschleunigt den Antragsprozess erheblich gegenüber einer vollständigen Einzelfallprüfung, wie sie bei allgemeinen BU-Versicherern für hohe Absicherungssummen sonst üblich ist. Der Kompromiss dieser Vereinfachung besteht darin, dass die Pauschalgrenzen naturgemäß nicht jede individuelle finanzielle Situation exakt abbilden können - wer beispielsweise neben dem Beamtengehalt noch relevante Nebeneinkünfte hat oder besondere finanzielle Verpflichtungen wie eine hohe Immobilienfinanzierung trägt, sollte diesen zusätzlichen Bedarf separat über die Versorgungsanalyse abbilden lassen, statt sich allein auf die Pauschalgrenze zu verlassen.

Pauschalgrenzen der DBV-Dienstunfähigkeitsversicherung
BesoldungsgruppePhase 1 (Dienstanfängerpolice)Phase 2 (Lebenszeit)
A1 bis A62.000 €750 €
A72.000 €1.000 €
A82.000 €1.000 €
A92.200 €1.200 €
A102.200 €1.400 €
A112.300 €1.700 €
A122.500 €1.800 €
A132.800 €2.000 €
A143.000 €2.100 €
A153.000 €2.300 €
A163.000 €2.300 €
B, R, W3.000 €2.300 €

Renten oberhalb dieser Pauschalgrenzen sind grundsätzlich möglich, erfordern bei der DBV aber eine unterschriebene Versorgungsanalyse, die die individuelle Versorgungslücke genau ermittelt. In der Praxis empfiehlt es sich, diese erst nach einer unverbindlichen Prüfung der eigenen Gesundheitshistorie einzureichen, da die Absicherungshöhe zu Beginn noch nicht final feststehen muss.

Die Tabelle zeigt einen konsistenten Trend: Je höher die Besoldungsgruppe, desto geringer der relative Sprung zwischen Phase 1 und Phase 2 - während bei den unteren Besoldungsgruppen A1 bis A6 die Pauschalgrenze in Phase 2 nur gut ein Drittel der Phase-1-Grenze beträgt, liegt dieses Verhältnis bei den oberen Besoldungsgruppen B, R und W bei über drei Vierteln. Dahinter steht die versicherungsmathematische Logik, dass das Ruhegehalt bei niedrigeren Besoldungsgruppen einen relativ größeren Anteil der Restversorgung übernimmt als bei höheren Gruppen, bei denen die private Zusatzabsicherung entsprechend wichtiger wird.

Zielgruppen im Überblick

DBV DU-Versicherung: für wen geeignet?

Eignung der DBV nach Zielgruppe
ZielgruppeEignungBesonderheit
Beamte auf Widerruf/ProbeGut geeignetHohe Pauschalgrenze in Phase 1 ohne Ruhegehaltsanspruch
Beamte auf LebenszeitBedingt geeignetNiedrigere Pauschalgrenzen in Phase 2, Versorgungsanalyse bei höherem Bedarf nötig
SoldatenGut geeignetLangjährige Partnerschaft mit dem Deutschen BundeswehrVerband
Höhere Besoldungsgruppen (A14+)Bedingt geeignetPauschalgrenze bei 3.000 €/2.300 € gedeckelt, für hohes Gehalt ggf. zu niedrig

Für Beamte in höheren Besoldungsgruppen mit entsprechend hohem Gehalt kann die gedeckelte Pauschalgrenze zu einer relevanten Versorgungslücke führen: Wer beispielsweise als Regierungsrätin oder Regierungsrat der Besoldungsgruppe A14 ein deutlich höheres Nettoeinkommen erzielt, als es die pauschale Absicherungsgrenze von 3.000 beziehungsweise 2.100 Euro widerspiegelt, sollte prüfen, ob eine Absicherung über die Versorgungsanalyse hinaus sinnvoll ist - oder alternativ eine Kombination mit einem zweiten Vertrag bei einem Anbieter ohne vergleichbare Pauschalgrenzen-Deckelung in Erwägung ziehen, um den tatsächlichen Bedarf vollständig abzudecken.

DBV · Vertriebswege

Gewerkschaftspartnerschaften und Marktposition bei der BU

Ein wesentlicher Teil der Marktposition der DBV im öffentlichen Dienst beruht auf langjährigen Kooperationen mit Standesorganisationen und Gewerkschaften: Dazu zählen das dbb vorsorgewerk (die Vorsorgeeinrichtung des Deutschen Beamtenbundes), die Fördergesellschaft des Deutschen BundeswehrVerbands sowie der ver.di Mitgliederservice. Über diese Partnerschaften erreicht die DBV gezielt Beamte, Soldaten und Gewerkschaftsmitglieder, die über ihre jeweilige Organisation auf die DBV als spezialisierten Anbieter für den öffentlichen Dienst hingewiesen werden. Berater, die auf diese Zielgruppe spezialisiert sind, können zudem die Qualifikation "Fachberater der DBV für den Öffentlichen Dienst (IHK)" erwerben - ein Hinweis darauf, wie stark sich die DBV auf diese eine, aber sehr große Zielgruppe konzentriert.

Diese Spezialisierung zeigt sich auch im Vertriebsmodell: Anders als reine Online- oder Direktversicherer setzt die DBV bewusst auf ein dichtes Netz persönlicher Betreuer vor Ort, die mit den spezifischen Besonderheiten des Beamtenrechts, der Beihilfe und der jeweiligen landesspezifischen Besoldungstabellen vertraut sind. Für Beamte, deren Versorgungsrecht sich je nach Bundesland und Laufbahn im Detail unterscheiden kann, ist eine solche lokale, auf den öffentlichen Dienst spezialisierte Beratung ein Vorteil gegenüber allgemeinen Versicherungsvermittlern, die sich nicht auf diese Zielgruppe fokussieren. Wer sich für die DBV-Dienstunfähigkeitsversicherung interessiert, kann daher typischerweise auf eine Beratung zurückgreifen, die neben der reinen Produktauswahl auch die konkrete individuelle Versorgungssituation im jeweiligen Bundesland und der individuellen Laufbahn berücksichtigt.

Für Heilfürsorgeberechtigte - etwa Polizeibeamte oder Bundeswehrangehörige, die im Rahmen der Heilfürsorge grundsätzlich anders krankenversichert sind als reguläre Beamte - bietet die DBV zudem spezielle Anwartschaftsversicherungen an, die eine spätere Absicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung vorbereiten, falls sich die dienstliche Situation ändert. Diese Detailtiefe bei eher kleinen, aber spezifischen Zielgruppen innerhalb des öffentlichen Dienstes ist typisch für die DBV und unterscheidet sie von allgemeinen BU-Versicherern, die solche Randgruppen selten gesondert berücksichtigen.

Häufige Fragen

DBV DU-Versicherung: die wichtigsten Antworten

Zusammenfassend zeigt sich bei der DBV ein Muster, das für Spezialversicherer innerhalb großer Konzerne typisch ist: Die grundlegende technische Basis - Berufsgruppensystem, Gesundheitsfragen, Karrieregarantie - stammt vollständig von der Konzernmutter AXA, während die eigenständige Wertschöpfung der DBV in der zielgruppenspezifischen Ergänzung liegt: der echten Dienstunfähigkeitsklausel, den nach Besoldungsgruppe gestaffelten Pauschalgrenzen, der Zwei-Phasen-Struktur mit automatischem Übergang bei Verbeamtung und den langjährigen Partnerschaften mit den Standesorganisationen des öffentlichen Dienstes. Für Beamte, Beamtenanwärter und Soldaten, die gezielt eine auf ihre Berufsgruppe zugeschnittene Lösung suchen, bietet die DBV damit einen praxisnahen, gut durchdachten Zugang zur Dienstunfähigkeitsabsicherung - wer dagegen einen besonders hohen individuellen Absicherungsbedarf hat, sollte die Pauschalgrenzen genau mit dem eigenen Bedarf abgleichen und bei Bedarf ergänzende Lösungen prüfen.

Wie ist die DBV als Anbieter von Berufs- und Dienstunfähigkeitsschutz aufgestellt?

Die DBV (Deutsche Beamten Versicherung) gehört zum AXA-Konzern und nutzt technisch die AXA-Berufsunfähigkeitsversicherung als Basis - ergänzt um eine echte Dienstunfähigkeitsklausel speziell für Beamte, Richter und Soldaten. Als Marke ist die DBV auf den öffentlichen Dienst spezialisiert und bietet daneben auch beihilfefähige Krankenversicherung und Diensthaftpflicht an.

Was bedeuten die zwei Phasen bei der DBV BU-Dienstunfähigkeitsversicherung?

Phase 1 gilt für die Zeit als Beamter auf Widerruf oder auf Probe, in der noch kein Anspruch auf Ruhegehalt besteht - hier sind höhere Pauschalgrenzen möglich. Phase 2 gilt ab der Verbeamtung auf Lebenszeit, wenn ein Ruhegehaltsanspruch besteht und daher niedrigere Pauschalgrenzen gelten. Beide Phasen laufen bei der DBV in einem einzigen Vertrag.

Wie hoch sind die Pauschalgrenzen bei der DBV BU?

Die Pauschalgrenzen steigen mit der Besoldungsgruppe von 2.000 Euro (Phase 1) beziehungsweise 750 Euro (Phase 2) bei den Besoldungsgruppen A1 bis A6 bis zu 3.000 Euro beziehungsweise 2.300 Euro ab A14. Höhere Renten sind über eine gesonderte Versorgungsanalyse möglich.

Welches Dienstunfähigkeitsrisiko soll eine DBV-Absicherung bei Beamten abdecken?

Nach Daten des Statistischen Bundesamts wurden 2023 rund 18 Prozent aller neu in den Ruhestand versetzten Bundesbeamten wegen Dienstunfähigkeit pensioniert, im Durchschnitt mit rund 56 Jahren und 3 Monaten. Das gesetzliche Ruhegehalt allein reicht bei einer so frühen Pensionierung oft nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.

Was ändert die Verbeamtung auf Lebenszeit am DBV-Dienstunfähigkeitsschutz?

Wer den Vertrag bereits als Beamter auf Widerruf oder Probe abgeschlossen hat, kann bei der Verbeamtung auf Lebenszeit im Rahmen der dann gültigen Pauschalgrenzen erhöhen, ohne erneute Gesundheitsfragen beantworten zu müssen - ein automatischer Übergang zwischen den beiden Vertragsphasen.

Arbeitet die DBV als Anbieter für den öffentlichen Dienst mit Gewerkschaften zusammen?

Ja. Die DBV kooperiert unter anderem mit dem dbb vorsorgewerk, der Fördergesellschaft des Deutschen BundeswehrVerbands und dem ver.di Mitgliederservice - über diese Partnerschaften erreicht die DBV gezielt Beamte, Soldaten und Gewerkschaftsmitglieder im öffentlichen Dienst.

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Weitere Angaben zum Anbieter und bisherigen Tarifangebot

Die DBV (Deutsche Beamten Versicherung) ist die auf den öffentlichen Dienst spezialisierte Marke des AXA-Konzerns. Technisch basiert sie auf der AXA-Berufsunfähigkeitsversicherung, ergänzt um eine echte Dienstunfähigkeitsklausel in zwei Phasen - speziell für Beamte, Richter und Soldaten.