Die AXA gehört mit über 875.000 BU-Verträgen zu den größten Berufsunfähigkeitsversicherern Deutschlands. Besonders kundenfreundlich sind die Gesundheitsfragen - eine Schwäche bleibt die auf 3.000 Euro begrenzte reguläre Nachversicherungsgrenze.
Vier Angaben, ein Richtwert – mit dem echten AXA-Berufsgruppensystem seit dem Update April 2026.
Dieser AXA BU Rechner nutzt das seit April 2026 gültige, offizielle Berufsgruppensystem der AXA mit 20 Hauptberufsgruppen (BG01-BG20) inklusive der von AXA selbst genannten Beispielberufe. Die absolute Preishöhe ist an einer offiziellen AXA-Musterrechnung verankert (Angestellte/r ohne akademischen Abschluss, 25 Jahre, bis 67, 1.250 € Rente = 55,64 €/Monat, zugeordnet zu BG11). Die relative Preisstaffel zwischen den 20 Gruppen ist an drei konkret belegten Beispielen kalibriert (Maschinenbauingenieur BG01, Wirtschaftsinformatiker BG03, Wirtschaftsprüfer BG04); die übrigen Gruppen sind eine plausible, aber nicht einzeln belegte Interpolation.
Der tatsächlich zu zahlende Beitrag kann abweichen und hängt zusätzlich von der genauen Ausgestaltung Ihres Berufs, der Gesundheitsprüfung und Ihren Hobbys ab. Für ein verbindliches Angebot senden Sie uns gerne eine unverbindliche Anfrage; zusätzlich empfehlen wir eine persönliche Beratung.
Die AXA bietet ihre Berufsunfähigkeitsabsicherung als eigenständigen Tarif SBU sowie als Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ) in Kombination mit einer Renten- oder Risikolebensversicherung an. Die AXA ist mit ihren Wurzeln bei der Colonia Versicherung und der Übernahme der DBV-Winterthur 2006 zeitweise sogar zum größten Versicherungskonzern Europas aufgestiegen und zählt heute zu den vier größten BU-Anbietern Deutschlands nach Vertragszahl. Neben der klassischen AXA-Marke vertreibt der Konzern BU-Schutz zusätzlich über die Deutsche Ärzteversicherung (DÄV) speziell für Mediziner sowie über die DBV Deutsche Beamtenversicherung für den öffentlichen Dienst - beide basieren technisch auf denselben AXA-Bedingungen, unterscheiden sich aber in Vertrieb und Zielgruppenansprache.
Zum April 2026 hat die AXA ihre Berufsgruppensystematik grundlegend umgestellt. Zuvor gab es getrennte Systeme mit insgesamt 2×11 Hauptgruppen für die Berufsunfähigkeits- und die Dienstunfähigkeitsversicherung. Seit dem Update gilt ein einheitliches System mit 20 Hauptberufsgruppen (BG01 bis BG20) für beide Versicherungsarten gemeinsam. Ein wichtiger Nebeneffekt der Umstellung: Die frühere Benachteiligung der schlechtesten Berufsgruppe ist entfallen - Sonderregeln wie ein erst später greifender Verweisungsverzicht gelten seither für alle 20 Gruppen gleichermaßen nicht mehr.
| Berufsgruppe | Beispielberufe |
|---|---|
| BG01 | Ingenieure (Maschinenbau & Elektro), Physiker |
| BG02 | Internist |
| BG03 | Dipl. Informatiker, Ingenieure (Bau, Produktion) |
| BG04 | Chirurg, Wirtschaftsprüfer |
| BG05 | Juristen, Dipl. Betriebswirt, Allgemeinmediziner |
| BG06 | Apotheker, Entwicklungstechniker |
| BG07 | Elektroniker, Softwareentwickler |
| BG08 | Unternehmensberater, Immobilienkaufmann |
| BG09 | Beamte (geh. Dienst), Betriebswirt, Techniker, Zahnarzt |
| BG10 | Lehrer, Polizist (geh. Dienst), Kaufmann (Groß-/Außenhandel) |
| BG11 | Kaufleute (Bank & Büro), Bautechniker, Tierarzt |
| BG12 | Mechaniker (diverse), Landwirt, Speditionskaufmann |
| BG13 | Beamte (mittl. Dienst), Schneider |
| BG14 | Kaufleute (Einzelhandel/Versicherung), KFZ-Mechaniker, Erzieher |
| BG15 | Lackierer, Schreiner, Schweißer |
| BG16 | Feuerwehrleute, Koch, Krankenpfleger |
| BG17 | Maler, Betonbauer, Versicherungsvertreter |
| BG18 | Bäcker |
| BG19 | Metzger, Fliesenleger, Maurer |
| BG20 | Altenpfleger, Dachdecker |
Die neue Systematik führt zu spürbar passgenaueren Prämien: Bei gefragten Berufen wie Ingenieuren oder Steuerberatern wurde es teils deutlich günstiger. So sank die Prämie für einen Maschinenbauingenieur von 22,15 auf 18,79 Euro, für einen Steuerberater von 29,77 auf 23,79 Euro und für einen Wirtschaftsprüfer von 28,64 auf 22,75 Euro (jeweils gleiche Ausgangskonstellation). Umgekehrt wurden manche körperliche, handwerkliche und soziale Berufe teurer eingestuft, etwa Altenpfleger, Verkäufer, Metzger oder Zimmermann - hier gab es Erhöhungen von teils über 15 Prozent. Nicht jeder Wechsel folgte diesem Muster: Auch ein Projektmanager wurde beispielsweise von 25,69 auf 26,93 Euro etwas teurer.
Bei den Gesundheitsfragen gehört die AXA zu den kundenfreundlichsten Anbietern am Markt: Es fehlt die sonst verbreitete Frage nach Beschwerden, Schmerzen oder Funktionsstörungen ohne Arztbesuch. Gefragt wird stattdessen nur, ob in den letzten fünf Jahren tatsächlich eine Beratung, Behandlung oder Untersuchung bei Ärzten, Heilpraktikern oder Therapeuten stattgefunden hat. Wer also beispielsweise wiederkehrende Rückenschmerzen hatte, aber deswegen nie in ärztlicher Behandlung war, muss dies der AXA nicht angeben - das gilt ausdrücklich auch für psychische Belastungen. Nach stationären Aufenthalten (inklusive Reha, Kur, OP) fragt die AXA für zehn Jahre, aber ausdrücklich nur nach echten stationären Aufenthalten, nicht nach jeder ambulanten Behandlung in einer Klinik.
Ein weiterer Pluspunkt: Die AXA fragt nicht nach zuvor abgelehnten oder nur mit Erschwernis angenommenen Anträgen bei anderen Versicherern - ein Feld, das bei vielen Wettbewerbern zum Stolperstein werden kann. Seit Anfang 2023 unterscheidet die AXA beim Beitrag zwischen Rauchern und Nichtrauchern, mit einem Preisvorteil von rund 20 Prozent für Nichtraucher. Eine anonyme Risikovoranfrage ist bei der AXA möglich.
Die AXA verzichtet seit dem Update April 2026 für alle 20 Berufsgruppen einheitlich auf die abstrakte Verweisung - ein theoretisch möglicher anderer Beruf darf also nicht zum Nachteil ausgelegt werden. Vor der Umstellung war dieser Verzicht für die damalige schlechteste Gruppe nur eingeschränkt (erst ab Alter 56) gültig; diese Sonderregel ist seit dem Update entfallen. Der Prognosezeitraum beträgt sechs Monate, damit Marktstandard. Beim Anerkenntnis leistet die AXA grundsätzlich unbefristet, kann die Anerkennung in begründeten Einzelfällen aber einmalig auf zwölf Monate befristen. Nach fester Anerkennung dreht sich die Beweislast um: Die AXA muss dann nachweisen, dass keine Berufsunfähigkeit mehr vorliegt - nicht mehr die versicherte Person.
Positiv fällt zudem auf, dass Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit im Straßenverkehr mitversichert sind - ein Standard, den ursprünglich LV 1871 als erster Anbieter eingeführt hat und dem sich die AXA angeschlossen hat. Eine Verlängerungsoption bei einer künftigen Anhebung der gesetzlichen Regelaltersgrenze existiert ebenfalls, allerdings mit spürbaren Einschränkungen: Die Verlängerung darf nicht über den 69. Geburtstag hinausgehen, die versicherte Person darf zum Zeitpunkt der Ausübung maximal 50 Jahre alt sein, und die Regelaltersgrenze muss sich um mindestens zwölf Monate verschieben.
Gegen Mehrbeitrag lässt sich die AXA BU um einen Arbeitsunfähigkeitsschutz erweitern. Der Zugang ist klar geregelt: Eine oder mehrere ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen müssen insgesamt einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens sechs Monaten ergeben - unabhängig davon, wie sich diese sechs Monate auf Vergangenheit und Zukunft verteilen. Die AXA zahlt dann für bis zu 24 Monate die vereinbarte Rente, ein im Marktvergleich durchschnittlicher Wert (manche Anbieter wie HDI oder Volkswohl Bund leisten bis zu 36 Monate). Positiv gelöst: Die AU-Leistung muss nicht mehr automatisch zusammen mit einem BU-Leistungsantrag beantragt werden - beide Verfahren laufen unabhängig voneinander.
Bei der Nachversicherung hat die AXA mit dem Update 01/2024 einen wichtigen Fortschritt gemacht: Statt nur auf eine erneute Gesundheitsprüfung zu verzichten, verzichtet die AXA seitdem auf die komplette Risikoprüfung. Das heißt: Auch neue gefährliche Hobbys, ein geänderter Beruf, Auslandsaufenthalte, das aktuelle Rauchverhalten oder eine Gewichtsveränderung dürfen bei einer Erhöhung nicht mehr erfragt werden. Die Frist für eine anlassbezogene Erhöhung wurde zudem von sechs auf zwölf Monate verlängert, nutzbar bis zum 50. Lebensjahr. Zusätzlich gibt es eine ereignisunabhängige Erhöhungsmöglichkeit in den ersten fünf Vertragsjahren bis zum 35. Lebensjahr.
Der klare Schwachpunkt bleibt die Höhe: Jede Einzelerhöhung ist auf 100 Prozent des bisherigen Jahresbeitrags und maximal 6.000 Euro Jahresrente begrenzt, die reguläre Nachversicherungsgrenze insgesamt liegt bei 3.000 Euro monatlicher Rente. Damit liegt die AXA im Marktvergleich deutlich hinter Wettbewerbern wie der Baloise (bis 7.500 Euro), der LV 1871 (bis 8.000 Euro) oder der Canada Life (bis 10.000 Euro). Wer eine Ausschlussklausel wegen einer Vorerkrankung erhält, verlor bis vor Kurzem zudem häufig die komplette Nachversicherungsoption - nach eigener Auskunft der AXA soll dieser Wegfall seit Mai 2025 nur noch selten vorkommen.
Seit April 2026 bietet auch die AXA eine Karrieregarantie an und zieht damit spät im Marktvergleich nach. Die wichtigsten Eckdaten: Ab einer Gehaltssteigerung von mindestens 5 Prozent lässt sich die BU-Rente im selben prozentualen Verhältnis erhöhen, gedeckelt auf maximal 6.000 Euro monatliche BU-Rente. Die Option gilt ausschließlich für Angestellte in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis - befristet Beschäftigte, etwa junge Assistenzärzte in der Klinik, sind ausgeschlossen. Selbstständige können die Karrieregarantie zwar ebenfalls nutzen, müssen dafür aber seit mindestens sechs Jahren am Markt sein und ein Gewinnplus von 30 Prozent in den letzten drei Kalenderjahren nachweisen.
Ein Nachteil aus unserer Sicht: Jede Nachversicherung und jede Nutzung der Karrieregarantie wird als rechtlich eigenständiger neuer Vertrag abgeschlossen, statt in den bestehenden Vertrag integriert zu werden. Wer die Möglichkeiten über die Jahre mehrfach nutzt, sammelt dadurch mehrere Einzelverträge an - das ist in der Verwaltung unübersichtlicher und in der Summe tendenziell teurer als eine saubere Erhöhung im bestehenden Vertrag. Bei der Deutschen Ärzteversicherung (DÄV) lässt sich die Karrieregarantie bei einer Praxisniederlassung bereits nach einem statt nach sechs Jahren nutzen - ein Unterschied je nach Vertriebsweg, den wir als wenig konsistent empfinden.
Wichtig zur Abgrenzung: Die reguläre Nachversicherungsgrenze (3.000 Euro) und der Deckel der Beitragsdynamik (5.000 Euro) sind zwei unterschiedliche Werte. Die Beitragsdynamik - die automatische jährliche Anpassung von Beitrag und Rente - endet bei der AXA weiterhin bei 5.000 Euro monatlicher BU-Rente, auch nach dem Update 2026 unverändert. Zusätzlich profitieren seit dem Update auch Schüler von der vollen Beitragsdynamik von 5 statt zuvor nur 3 Prozent - eine Verbesserung, die besonders bei langen Vertragslaufzeiten spürbar ins Gewicht fällt.
Die AXA bietet einen Startertarif mit reduziertem Anfangsbeitrag an, wahlweise mit einem oder zwei Beitragssprüngen nach drei beziehungsweise fünf Jahren. Positiv gelöst: Es ist keine proaktive Umstellung in einen anderen Tarif nötig - der Versicherungsschutz bleibt automatisch in voller Höhe bestehen, anstatt sich wie bei manchen Wettbewerbern nach Ablauf der Startphase unbemerkt zu halbieren oder in eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung umzuwandeln. Wer möchte, kann jederzeit vorzeitig in die normale Tarifvariante wechseln, ohne die vollen fünf Jahre abwarten zu müssen. Während der Startphase greift allerdings keine Beitragsdynamik - das ist am Markt allerdings bei praktisch allen Anbietern mit Startertarifen so geregelt.
Mit dem Update 01/2024 hat die AXA Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall als vereinfachte Leistungsauslöser in ihre Bedingungen aufgenommen. Bei Eintritt eines dieser Ereignisse zahlt die AXA eine Sofortleistung von 15 Monatsrenten, ohne dass eine bedingungsgemäße Berufsunfähigkeit nachgewiesen werden muss - und ohne Rückzahlungspflicht, sollte die versicherte Person innerhalb dieser 15 Monate wieder gesund werden. Im Gegenzug wurde die Leistungsdauer für die bereits zuvor bestehenden Auslöser wie Rollstuhlpflicht, Verlust der Sehfähigkeit oder des Gehörs von 24 auf 15 Monate reduziert. Dieser kostenlose Baustein bietet vor allem für jüngere Versicherte eine kleine zusätzliche Absicherung, ersetzt aber keine vollwertige BU- oder Dread-Disease-Absicherung.
Eine eigene Dienstunfähigkeitsklausel innerhalb der AXA BU gibt es nicht. Stattdessen bietet der AXA-Konzern über seine 2006 übernommene Tochter DBV Deutsche Beamtenversicherung - einen der bekanntesten Namen für den öffentlichen Dienst - eine spezialisierte Dienstunfähigkeitsversicherung an. Wer eine AXA-BU während Schule oder Studium abschließt und später tatsächlich verbeamtet wird, kann in einen passenden DBV-Vertrag wechseln. Das macht die AXA für Personen interessant, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch nicht sicher wissen, ob eine Beamtenlaufbahn ansteht.
| Zielgruppe | Eignung | Besonderheit |
|---|---|---|
| Angestellte | Gut geeignet | Faire Gesundheitsfragen, aber Rentenobergrenze 3.000 € |
| Schüler | Mittelfeld | Startertarif vorhanden, Beitragsdynamik nur 3 % wählbar |
| Studenten | Gut geeignet | Startertarif mit fairer Umstellung, Wechseloption zur DBV möglich |
| Beamte | Nur über DBV | Keine eigene DU-Klausel in der AXA BU, Wechseloption zur Konzernschwester DBV |
| Selbstständige / Freiberufler | Mittelfeld | Karrieregarantie für Selbstständige erst nach 6 Jahren am Markt |
| Ärzte | Mittelfeld | Eigene Marke Deutsche Ärzteversicherung (DÄV), aber max. 3.000 € Rente unpassend für Gutverdiener |
Die AXA punktet vor allem bei Personen mit moderatem Absicherungsbedarf und dort, wo unklare gesundheitliche Vorgeschichten ohne Arztbesuch eine Rolle spielen - hier ist die AXA im Marktvergleich ungewöhnlich kundenfreundlich. Für Gutverdiener, Akademiker und Ärzte mit hohem Rentenbedarf ist die auf 3.000 Euro gedeckelte maximale BU-Rente dagegen ein klarer Ausschlussgrund, der einen Vergleich mit anderen Anbietern nahelegt.
| Verzicht auf abstrakte Verweisung | Ja, für alle 20 Berufsgruppen einheitlich (seit Update 04/2026) |
| Prognosezeitraum | 6 Monate |
| Berufsgruppensystem | 20 Gruppen (BG01-BG20, seit 04/2026) |
| Arbeitsunfähigkeitsklausel (AU) | Optional, bis 24 Monate |
| Dienstunfähigkeitsklausel | Nicht in der AXA BU, nur über DBV |
| Reguläre Nachversicherungsgrenze | 3.000 € monatlich |
| Karrieregarantie | Ja, seit 04/2026, bis 6.000 € zusätzlich |
| Vorsatz/grobe Fahrlässigkeit im Straßenverkehr | Mitversichert |
| Abfrage abgelehnter Anträge | Wird nicht gefragt |
| Anonyme Risikovoranfrage | Ja |
| Raucher-/Nichtraucher-Tarif | Ja, seit 2023 |
| Institut | Note | Tarif / Hinweis |
|---|---|---|
| Stiftung Warentest | sehr gut (1,2-2,x) | Berufsgruppen 1-3 im alten System, Tarif SBU |
| Stiftung Warentest | befriedigend | Schlechteste Gruppe im alten System |
| Morgen & Morgen | 5 von 5 Sternen | 16 von 27 bewerteten AXA-Tarifen |
Diese Differenzierung stammt noch aus dem alten Berufsgruppen-System vor dem Update April 2026. Da die frühere Benachteiligung der schlechtesten Gruppe im Zuge der Umstellung auf die neuen 20 Berufsgruppen abgeschafft wurde, ist unklar, ob und wann die Ratingagenturen ihre Bewertung an das neue System anpassen - hier lohnt sich ein Blick auf aktuelle Testberichte vor Vertragsabschluss.
Die AXA überzeugt vor allem mit ungewöhnlich kundenfreundlichen Gesundheitsfragen und einer soliden Grundabsicherung für Angestellte mit moderatem Bedarf. Wer allerdings eine BU-Rente von deutlich mehr als 3.000 Euro benötigt - etwa als gut verdienender Angestellter, Facharzt oder Selbstständiger - stößt bei der AXA an eine harte Grenze, die viele Wettbewerber nicht kennen. Auch die neue Karrieregarantie ändert daran wenig, da sie ebenfalls bei 6.000 Euro endet. Ein Vergleich mit Anbietern ohne feste Rentenobergrenze lohnt sich daher gerade für Besserverdienende.
Die AXA begrenzt die Berufsunfähigkeitsrente auf maximal 3.000 Euro monatlich. Im Marktvergleich ist das ein niedriger Wert, der die AXA BU vor allem für Gutverdiener, Akademiker und Selbstständige mit hohem Absicherungsbedarf weniger attraktiv macht als Wettbewerber ohne eine solche Obergrenze.
Die AXA stellt vergleichsweise kundenfreundliche Gesundheitsfragen: Es gibt keine Frage nach Beschwerden, Schmerzen oder Missempfindungen ohne Arztbesuch, sondern nur nach tatsächlicher Beratung, Behandlung oder Untersuchung in den letzten fünf Jahren. Auch nach zuvor abgelehnten oder nur mit Erschwernis angenommenen Anträgen bei anderen Versicherern fragt die AXA nicht.
Seit dem Update im April 2026 stuft die AXA Berufe in 20 einheitliche Hauptberufsgruppen (BG01 bis BG20) ein, die für Berufsunfähigkeits- und Dienstunfähigkeitsversicherung gemeinsam gelten. Zuvor gab es getrennte Systeme mit insgesamt 2×11 Gruppen. Die frühere Benachteiligung der schlechtesten Gruppe wurde mit der Umstellung abgeschafft.
Seit Januar 2024 verzichtet die AXA bei Nachversicherungen nicht mehr nur auf eine erneute Gesundheitsprüfung, sondern auf die komplette Risikoprüfung. Das bedeutet, dass auch neue Hobbys, Auslandsaufenthalte, das aktuelle Rauchverhalten oder Gewichtsveränderungen bei einer Erhöhung nicht mehr abgefragt werden dürfen.
Die reguläre Nachversicherungsgrenze der AXA liegt bei 3.000 Euro monatlicher BU-Rente. Damit liegt die AXA im Marktvergleich am unteren Ende - Wettbewerber wie LV 1871 oder Canada Life erlauben über ihre Karrieregarantien Erhöhungen bis 8.000 beziehungsweise 10.000 Euro.
Seit April 2026 bietet die AXA eine Karrieregarantie an, die bei einer Gehaltssteigerung von mindestens 5 Prozent eine entsprechende Erhöhung der BU-Rente bis maximal 6.000 Euro monatlich erlaubt. Die Option gilt nur für unbefristet Angestellte; befristet Beschäftigte sind ausgeschlossen. Jede genutzte Erhöhung wird dabei als rechtlich eigenständiger neuer Vertrag abgeschlossen.
Ja, die AXA bietet gegen Mehrbeitrag einen Arbeitsunfähigkeitsschutz an. Bei einer ärztlich bescheinigten Arbeitsunfähigkeit von insgesamt mindestens sechs Monaten zahlt die AXA für bis zu 24 Monate die vereinbarte Rente, ohne dass eine bedingungsgemäße Berufsunfähigkeit nachgewiesen werden muss.
Ja, die AXA gehört zusammen mit der DBV Deutsche Beamtenversicherung zum selben Konzern. Wer während der Vertragslaufzeit verbeamtet wird, kann in eine passende Dienstunfähigkeitsversicherung der DBV wechseln - ein Vorteil für Studierende oder Berufseinsteiger, die noch nicht wissen, ob eine Verbeamtung ansteht.
Die AXA eignet sich vor allem für Personen mit moderatem Absicherungsbedarf bis 3.000 Euro monatlicher Rente, die von den kundenfreundlichen Gesundheitsfragen profitieren möchten, etwa bei unklaren, nicht ärztlich abgeklärten Beschwerden. Für Gutverdiener, Akademiker und Ärzte mit hohem Rentenbedarf ist die AXA wegen der niedrigen Rentenobergrenze meist nicht die erste Wahl.
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