Die PVAG (Polizeiversicherungs-AG) ist der von der Gewerkschaft der Polizei mitgegründete Spezialversicherer für Polizei, Justizvollzug und Zoll - mehrheitlich eine Tochter der SIGNAL IDUNA Gruppe.
Die PVAG Polizeiversicherungs-Aktiengesellschaft wurde 1987 von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und der SIGNAL Unfallversicherung gemeinsam gegründet und nahm 1988 ihren Geschäftsbetrieb auf. Sie ging aus dem Polizeiversicherungsverein (PVV) in Hilden hervor - einer gewerkschaftlichen, anerkannten Selbsthilfeeinrichtung, die im August 1988 auf die neu gegründete PVAG übertragen wurde. 1999 fusionierte die Dortmunder SIGNAL Gruppe mit der Hamburger IDUNA NOVA Gruppe zur heutigen SIGNAL IDUNA Gruppe - seither ist die PVAG in diesen größeren Konzernverbund eingebettet, mit Sitz in Dortmund.
Als Komposit-Spezialversicherer bietet die PVAG Versicherungsschutz in der privaten Schaden- und Unfallversicherung speziell für Polizei, Feuerwehr, Justizvollzug und Zoll an. Durch professionelles Risikomanagement und ein umfassendes Rückversicherungsprogramm im Rahmen der SIGNAL IDUNA Gruppe wird die finanzielle Sicherheit der Verträge zusätzlich gestützt - ein Vorteil, den eine reine, eigenständige Selbsthilfeeinrichtung ohne Konzernanbindung in dieser Form kaum bieten könnte.
Die SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung AG hält heute 51 Prozent der Anteile an der PVAG und ist damit Mehrheitsanteilseigner. Die verbleibenden 49 Prozent vereinen die Organisations- und Service-Gesellschaft der Gewerkschaft der Polizei mbH sowie die Landesbezirke der GdP auf sich. Diese Beteiligungsstruktur stellt sicher, dass Vertreter der GdP im Versicherungsbeirat und im Aufsichtsrat der PVAG entscheidend eingebunden bleiben - die Gewerkschaft hat also weiterhin direkten Einfluss auf die strategische Ausrichtung des Unternehmens, obwohl die unternehmerische Mehrheit bei SIGNAL IDUNA liegt.
Im Rahmen dieser Konzerneinbindung übernimmt die PVAG zudem relevante Aspekte der Geschäftsstrategie der SIGNAL IDUNA Gruppe und unterliegt wie diese der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie den europäischen Solvency-II-Anforderungen. Für Versicherte bedeutet diese doppelte Aufsicht - durch die Finanzmarktregulierung einerseits und die gewerkschaftliche Mitbestimmung andererseits - eine zusätzliche Kontrollebene, die bei rein gewerkschaftseigenen Selbsthilfeeinrichtungen ohne Versicherungskonzern im Hintergrund nicht in dieser Form besteht.
Im Bereich der biometrischen Absicherung bietet die PVAG eine speziell auf den Polizeidienst zugeschnittene Dienstunfähigkeitsversicherung (DU) an, ergänzt um Anwartschaftsversicherungen und beihilfekonforme private Krankenversicherungstarife für Polizeianwärter. Eine Besonderheit ist die Möglichkeit, sich bereits während des Studiums beziehungsweise der Anwärterzeit abzusichern - zu einem Zeitpunkt, an dem noch kein voller Versorgungsanspruch aus dem Beamtenverhältnis besteht und ein gesundheitlicher Einschnitt daher besonders schnell existenzielle finanzielle Folgen haben könnte.
Die grundlegende Logik entspricht dabei dem, was auch bei anderen auf den öffentlichen Dienst spezialisierten Anbietern üblich ist: Je früher der Abschluss erfolgt, desto günstiger ist in der Regel der Beitrag, desto einfacher fällt die Gesundheitsprüfung aus, und desto früher lässt sich eine mögliche Versorgungslücke schließen. GdP-Mitglieder erhalten bei der PVAG zusätzlich Vorteilskonditionen auf die angebotenen Vorsorge- und Versicherungsprodukte.
Die PVAG ist ein klassisches Beispiel für einen zielgruppenspezifischen Standesversicherer, der aus einer gewerkschaftlichen Selbsthilfeeinrichtung entstanden ist und später in einen größeren Versicherungskonzern integriert wurde - eine Struktur, die auch bei anderen berufsständischen Versicherern in Deutschland zu finden ist. Für Beschäftigte im Polizeidienst, Justizvollzug oder Zoll bedeutet das: Die PVAG kennt die spezifischen dienstrechtlichen Besonderheiten dieser Berufsgruppen genau und hat ihre Produkte historisch gezielt darauf zugeschnitten.
Wer nicht zu dieser Zielgruppe gehört, findet bei der PVAG naturgemäß kein passendes Angebot - das Unternehmen positioniert sich bewusst als Nischenanbieter für den Sicherheitsbereich des öffentlichen Dienstes, nicht als allgemeiner BU- oder DU-Versicherer für die breite Bevölkerung. Innerhalb dieser Zielgruppe lohnt sich aber ein genauer Blick, insbesondere für Berufseinsteiger und Anwärter, die von der frühzeitigen Absicherungsmöglichkeit profitieren können.
| Zielgruppe | Eignung | Besonderheit |
|---|---|---|
| Beschäftigte im Polizeidienst | Gut geeignet | Zentrale Zielgruppe, speziell zugeschnittene DU-Versicherung |
| Beschäftigte in Justizvollzug und Zoll | Gut geeignet | Ebenfalls Kernzielgruppe des Unternehmens |
| Polizeianwärter und Studierende | Gut geeignet | Absicherung bereits vor Verbeamtung möglich |
| GdP-Mitglieder | Gut geeignet | Zusätzliche Vorteilskonditionen |
| Berufsgruppen außerhalb des Sicherheitsbereichs | Nicht verfügbar | Reiner Nischenanbieter für den öffentlichen Sicherheitsdienst |
Die PVAG richtet sich speziell an Beschäftigte im Polizeidienst sowie an Beamte und Arbeitnehmer aus Zoll und Justizvollzug. GdP-Mitglieder erhalten zusätzlich Vorteilskonditionen.
Rechtlich ja, wirtschaftlich ist die PVAG aber mehrheitlich eine Tochtergesellschaft der SIGNAL IDUNA Gruppe (51 Prozent), die restlichen 49 Prozent liegen bei der Gewerkschaft der Polizei.
Ja. Für Beamte im Polizeidienst bietet die PVAG eine speziell zugeschnittene Dienstunfähigkeitsversicherung an, ergänzt um Anwartschaftsversicherungen und beihilfekonforme private Krankenversicherungstarife.
Die PVAG wurde 1987 von der Gewerkschaft der Polizei und der SIGNAL Unfallversicherung gegründet und nahm 1988 ihren Geschäftsbetrieb auf. Sie ging aus dem Polizeiversicherungsverein in Hilden hervor.
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