Premium bei allen BU-Ursachen
Die volle vereinbarte Leistung gilt bei jeder versicherten Ursache der Berufsunfähigkeit.
Der Münchener Verein bietet mit der Deutschen Handwerker Berufsunfähigkeitsversicherung zwei unterschiedliche Leistungsmodelle. Premium sichert alle versicherten BU-Ursachen mit der vollen Rente ab; Aktiv gewichtet die Ursache. Hinzu kommen finanzielle Hilfen für Unfälle und den beruflichen Wiedereinstieg.
Die volle vereinbarte Leistung gilt bei jeder versicherten Ursache der Berufsunfähigkeit.
Volle Leistung bei Unfall oder beeinträchtigtem Bewegungsapparat; bei anderen BU-Ursachen 25 Prozent.
Die Wiedereingliederungshilfe ergänzt die Absicherung unter den vereinbarten Voraussetzungen.
Für einen versicherten Arbeitsunfall oder Unfall im Ehrenamt ist eine gesonderte Einmalzahlung vorgesehen.
Die Übersicht unterscheidet enthaltene Leistungen und wählbare Ergänzungen. Maßgeblich sind Tarifvariante, vereinbarte Bausteine und die jeweiligen Leistungsvoraussetzungen.
Passende BU-Angebote anfordernBei der Deutschen Handwerker BerufsunfähigkeitsVersicherung des Münchener Vereins entscheidet die Tarifwahl auch darüber, welche Rentenhöhe bei unterschiedlichen Ursachen gezahlt wird. Dieser Unterschied ist für körperlich Tätige ebenso wichtig wie für andere versicherbare Berufe.
Der Aktiv-Schutz sieht bei diesen BU-Ursachen 100 Prozent der vereinbarten Leistung vor, bei sonstigen Ursachen 25 Prozent. Bei einer versicherten Monatsrente von 2.000 Euro entspricht das je nach Ursache 2.000 oder 500 Euro. Das ist ein Leistungsbeispiel, keine Beitragsberechnung.
Premium leistet bei allen versicherten BU-Ursachen 100 Prozent. Beide Varianten sehen eine Wiedereingliederungshilfe von sechs Monatsrenten, höchstens 10.000 Euro, vor. Hinzu kommen unter den jeweiligen Voraussetzungen zwei Monatsrenten bei einem Arbeitsunfall oder einem Unfall im Ehrenamt sowie eine zeitlich begrenzte Soforthilfe bei definierten schweren Krankheiten.
| Solvenzquote KV (2025) | 1.130 % (außergewöhnlich hoch) |
| Tarife | Aktiv, Premium |
| Vermarktet als | "Deutsche Handwerker Berufsunfähigkeitsversicherung" |
In der Berufsunfähigkeitsversicherung bietet der Münchener Verein die beiden Tarife "Aktiv" und "Premium" an. Bereits die Vermarktung des Produkts spiegelt die historische Ausrichtung des Unternehmens wider: Der Münchener Verein bewirbt seine Berufsunfähigkeitsversicherung explizit auch als "Deutsche Handwerker Berufsunfähigkeitsversicherung" - eine im deutschen BU-Markt eher seltene, klare Positionierung auf eine bestimmte Zielgruppe, während viele andere Anbieter ihre Marketingaktionen inzwischen fast ausschließlich auf Akademiker ausrichten.
Diese Positionierung lässt sich auch als bewusste Marktlücken-Strategie verstehen: Da sich zahlreiche Wettbewerber im Wettbewerb um Ärzte, Ingenieure und andere akademische Berufsgruppen überbieten, bleibt für Handwerker und ähnliche Berufsgruppen ein Marktsegment, in dem der Münchener Verein mit seiner traditionellen Kompetenz und Zielgruppenkenntnis punkten kann. Ergänzend bietet das Unternehmen bei der Krankentagegeldversicherung ein Produkt ganz ohne Gesundheitsfragen an - allerdings mit einer Begrenzung der maximal versicherbaren Tagegeldhöhe.
Spezialisierte BU-Makler, deren Kundenstamm überwiegend aus Akademikern besteht - etwa Ärzten, Ingenieuren, wissenschaftlichen Mitarbeitern oder Kammerberuflern -, berichten übereinstimmend, dass die technische Ausgestaltung der Münchener-Verein-BU für diese Zielgruppe eher weniger passend ist. Das liegt weniger an der grundsätzlichen Seriosität des Unternehmens - als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit hoher Kapitalausstattung wird der Münchener Verein durchaus geschätzt -, sondern an der historisch bedingten Bedingungsgestaltung, die stärker auf die Bedürfnisse von Handwerkern und Gewerbetreibenden als auf die eines Akademikers mit hohem Einkommen und geringerem körperlichem Berufsrisiko zugeschnitten ist.
Für Handwerker, Gewerbetreibende und Mitglieder des gewerblichen Mittelstands kann der Münchener Verein dagegen eine ernstzunehmende, spezialisierte Option sein - gerade weil das Unternehmen diese Zielgruppe seit seiner Gründung 1922 kennt und seine Produkte historisch auf sie zugeschnitten hat, statt wie viele andere Anbieter primär um Akademiker zu konkurrieren. Wer selbst diesem Berufsumfeld angehört, sollte den Münchener Verein daher in den eigenen BU-Vergleich mit einbeziehen.
| Zielgruppe | Eignung | Besonderheit |
|---|---|---|
| Handwerker und Gewerbetreibende | Gut geeignet | Historische Kernzielgruppe, explizite Handwerker-BU |
| Mittelständische Unternehmer | Gut geeignet | Traditionelle Kompetenz im gewerblichen Mittelstand |
| Kunden mit Fokus auf Finanzstärke | Gut geeignet | Außergewöhnlich hohe Solvenzquote |
| Akademiker mit hohem Einkommen | Andere Anbieter vergleichen | Technische Ausgestaltung weniger passend |
Beim Münchener Verein zahlt Premium in allen versicherten BU-Fällen die volle vereinbarte Leistung. Aktiv unterscheidet: 100 Prozent bei Unfall oder beeinträchtigtem Bewegungsapparat, sonst 25 Prozent. Eine vereinbarte Rente von 2.000 Euro ergibt bei Aktiv damit je nach Ursache 2.000 oder 500 Euro.
Es gibt die beiden Tarife Aktiv und Premium. Das Produkt wird vom Unternehmen selbst auch als "Deutsche Handwerker Berufsunfähigkeitsversicherung" beworben, was die traditionelle Zielgruppenausrichtung verdeutlicht.
Nach Einschätzung spezialisierter BU-Makler ist die technische Ausgestaltung für Akademiker und Gutverdiener eher weniger passend. Der traditionelle Fokus des Unternehmens liegt auf dem Gewerbe- und Handwerksbereich.
Der Münchener Verein wurde am 20. April 1922 als Versicherungsanstalt des Bayerischen Gewerbebundes gegründet, ursprünglich als Krankenkasse für bayerische Handwerker und den gewerblichen Mittelstand. Seit 1936 trägt die Gruppe ihren heutigen einheitlichen Namen.
Die Solvenzquote der Krankenversicherungssparte lag Ende 2024 bei 717 Prozent und Ende 2025 bei 1.130 Prozent - ein außergewöhnlich hoher Wert, der auf eine sehr solide Kapitalausstattung hindeutet.
Handwerker und Gewerbetreibende sind die historische Kernzielgruppe, mit einer expliziten Handwerker-BU. Auch mittelständische Unternehmer werden traditionell gut bedient.
Bedingt - die technische Ausgestaltung ist weniger passend fuer diese Zielgruppe als fuer die traditionelle Kernklientel aus Handwerk und Mittelstand.
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Der Münchener Verein ist ein traditionsreicher, aus dem bayerischen Handwerk hervorgegangener VVaG. Seine Berufsunfähigkeitsversicherung wird explizit als "Deutsche Handwerker Berufsunfähigkeitsversicherung" positioniert - eine klare Nischenausrichtung, die sich von den meisten akademikerfokussierten Wettbewerbern unterscheidet.
Der Münchener Verein wurde am 20. April 1922 als "Versicherungsanstalt des Bayerischen Gewerbebundes" gegründet. Initiator war Andreas Wagner (1871-1928), Präsident des Bayerischen Gewerbebundes und bayerischer Landtagsabgeordneter, der als Handwerkspolitiker eine soziale und wirtschaftliche Selbsthilfeeinrichtung für das bayerische Handwerk und den gewerblichen Mittelstand schaffen wollte. Bereits im Dezember 1921 hatte der Bayerische Gewerbebund die Einrichtung einer eigenen Krankenkasse für diese Zielgruppe beschlossen. Seit 1936 trägt die Versicherungsgruppe ihren heutigen, einheitlichen Namen.
Die Gruppe besteht heute aus drei Gesellschaften: der Münchener Verein Krankenversicherung a.G. (1922, als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit), der Münchener Verein Lebensversicherung (1927, ebenfalls als VVaG gegründet) sowie der Münchener Verein Allgemeine Versicherungs-AG (1956). Als VVaG gehört das Unternehmen seinen Mitgliedern statt externen Aktionären, und die Führungsebene der Gruppe ist ausschließlich mit Vereinsmitgliedern besetzt - eine konsequente Umsetzung des genossenschaftlichen Grundgedankens, der bereits bei der Gründung 1922 im Vordergrund stand.
Die Münchener Verein Versicherungsgruppe erwirtschaftete 2024 konzernweit Beitragseinnahmen von rund 877,9 Millionen Euro (2023: 838,3 Millionen Euro), wovon rund 627 Millionen Euro auf die Krankenversicherungssparte entfielen - dort wuchs das Neugeschäft 2024 um 18 Prozent auf ein Rekordhoch. Insgesamt verwaltet der Konzern nach eigenen Angaben mehr als 7,7 Milliarden Euro an Kapitalanlagen. Besonders bemerkenswert ist die Solvenzquote der Krankenversicherungssparte: Sie lag Ende 2024 bei 717 Prozent und stieg Ende 2025 auf 1.130 Prozent - ein außergewöhnlich hoher Wert, der auf eine sehr solide Kapitalausstattung im Vergleich zum regulatorisch geforderten Minimum hindeutet.
Als einer der ersten Versicherer am Markt bot der Münchener Verein seinen Kunden und Vertriebspartnern in der Pflegeversicherung einen bequemen Online-Abschluss ohne Gesundheitsprüfung mit sofortiger Policierung an - ein Hinweis auf eine gewisse digitale Innovationsbereitschaft, auch wenn das Unternehmen insgesamt eher als traditionsbewusst gilt. Der Vertrieb erfolgt bundesweit über ein Netzwerk von Maklern und Partnern im Außendienst - anders als bei manchen anderen genossenschaftlich organisierten Versicherern ist der Münchener Verein also durchaus auch über unabhängige Makler erreichbar.