Einmaligen Bedarf berücksichtigen
Die bedingungsgemäße Pflegeleistung ist eine Kapitalzahlung und keine gleichbedeutende lebenslange Pflegerente.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung der LVM verbindet den Einkommensschutz mit Regelungen für Pflegebedürftigkeit, Dienstunfähigkeit und zeitweilige Beitragspausen. Für den Vergleich zählen deshalb auch zusätzliche Kapitalleistungen und die Rückkehr zum bisherigen Schutz.
Die bedingungsgemäße Pflegeleistung ist eine Kapitalzahlung und keine gleichbedeutende lebenslange Pflegerente.
Unter den Voraussetzungen ist die Wiederaufnahme des ursprünglichen Schutzes möglich.
Die besondere Frist hilft bei der Planung einer familienbedingten Beitragspause.
Die Anerkennung einer dienstrechtlichen Entscheidung richtet sich nach dem konkreten Vertrag.
Die Übersicht unterscheidet enthaltene Leistungen und wählbare Ergänzungen. Maßgeblich sind Tarifvariante, vereinbarte Bausteine und die jeweiligen Leistungsvoraussetzungen.
Passende BU-Angebote anfordernDie Berufsunfähigkeitsversicherung der LVM bietet neben der Rentenabsicherung Vertragsmerkmale, die bei Pflegebedarf oder bei Änderungen im Erwerbsleben wichtig werden können. Dazu gehören Regelungen zur Dienstunfähigkeit sowie eine zusätzliche Kapitalleistung bei bedingungsgemäßer Pflegebedürftigkeit.
Eine Kapitalzahlung im Pflegefall hat eine andere Funktion als eine laufende Pflegerente: Sie kann einen einmaligen zusätzlichen Finanzbedarf abdecken. Bei Beamten kommt es außerdem darauf an, unter welchen Voraussetzungen eine dienstrechtliche Entscheidung für die Versicherungsleistung anerkannt wird. Beide Punkte sollten im LVM-Angebot ausdrücklich benannt sein.
Nach einer Beitragsfreistellung können unter Voraussetzungen Wiederherstellungsmöglichkeiten bestehen. Die LVM nennt hierfür grundsätzlich sechs Monate und bei Elternzeit einen verlängerten Zeitraum von zwölf Monaten. Wer eine Pause plant, sollte vorher die Auswirkungen auf Rentenhöhe und Wiederaufnahme klären, damit aus einer vorübergehenden Entlastung keine unbeabsichtigte dauerhafte Versorgungslücke entsteht.
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Die Hauptfrage der LVM ist offen formuliert ("Bestehen oder bestanden bei Ihnen in den letzten 5 Jahren Krankheiten, Störungen oder Beschwerden") - eine Fragestellung, die im Marktvergleich als besonders kundenunfreundlich gilt, da nahezu jeder Antragsteller irgendeine Bagatelle wahrheitsgemäß angeben müsste. Auch bei Krankenhausaufenthalten fehlt die einschränkende Klarstellung "stationär", der Abfragezeitraum beträgt volle zehn Jahre. Bei der Frage nach bleibenden Beeinträchtigungen (etwa einer Verkrümmung der Wirbelsäule) ist die Formulierung ebenfalls offen gehalten. Die Dioptrien-Schwelle für Fehlsichtigkeit liegt bei 6 statt der marktüblichen 8. Positiv: Es gibt keine Frage nach zuvor abgelehnten oder erschwert angenommenen Anträgen, und der reine Drogenkonsum ohne ärztliche Behandlung muss nicht angegeben werden. Verkürzte Gesundheitsfragen für bestimmte Zielgruppen sind nicht bekannt.
Bei der technischen Ausgestaltung fällt die LVM in mehreren zentralen Punkten deutlich hinter den Marktdurchschnitt zurück. Die Beitragsdynamik ist auf maximal 3 Prozent begrenzt (statt der üblichen 5 Prozent), endet bereits mit 55 Jahren und darf nur zweimal in Folge ausgesetzt werden, bevor sie endgültig entfällt. Eine Leistungsdynamik im Berufsunfähigkeitsfall wird überhaupt nicht angeboten - die einmal vereinbarte Rente bleibt während der gesamten Leistungsdauer konstant, während praktisch alle anderen großen BU-Versicherer eine jährliche Steigerung von bis zu 3 Prozent ermöglichen. Ebenfalls fehlt eine Arbeitsunfähigkeitsklausel vollständig, sodass bei längerer Krankschreibung stets der vollständige BU-Leistungsantrag nötig ist.
Bei der Nachversicherung verzichtet die LVM zwar auf eine erneute Gesundheitsprüfung, begrenzt die mögliche Gesamterhöhung über die komplette Vertragslaufzeit aber auf lediglich 1.000 Euro - unabhängig von der gewählten Beitragsdynamik. Besonders für junge Versicherte mit niedriger Anfangsrente ist das eine erhebliche Einschränkung. Die Erhöhung findet außerdem in einem separaten Vertrag statt, was die Verwaltung zusätzlich verkompliziert. Weitere am Markt inzwischen verbreitete Bausteine wie eine berufliche Besserstellung, eine Teilzeitklausel, eine Infektionsklausel oder der Einschluss von Vorsatz im Straßenverkehr fehlen bei der LVM ebenfalls. Die finanzielle Angemessenheitsprüfung orientiert sich mit 50 Prozent des Bruttoeinkommens zudem an einem niedrigeren Wert als der Marktstandard von 60 Prozent.
| Zielgruppe | Eignung | Besonderheit |
|---|---|---|
| Junge Berufseinsteiger/Akademiker | Ungeeignet | Nachversicherung auf 1.000 € gedeckelt, keine Leistungsdynamik |
| Personen mit Wunsch nach anonymer Voranfrage | Nicht möglich | Kein Maklervertrieb, nur direkter Antrag |
| Bestehende LVM-Kunden (z.B. Kfz) | Andere Anbieter zumindest vergleichen | Bequemlichkeit sollte technische Schwächen nicht überdecken |
Bei der LVM sind Beitragsfreistellung und spätere Wiederherstellung gemeinsam zu planen. Für die Wiederherstellung nennt das Konzept grundsätzlich sechs Monate, bei Elternzeit zwölf Monate, jeweils unter Voraussetzungen. Vor einer Pause sollten Auswirkungen auf die BU-Rente und die Wiederaufnahme des Schutzes geklärt sein.
Nein. Die LVM arbeitet nicht mit freien Versicherungsmaklern zusammen und ist auch auf Vergleichsportalen nicht vertreten. Ein Abschluss ist nur über die sogenannten Vertrauensleute der LVM vor Ort möglich, eine anonyme Risikovoranfrage ist dabei nicht vorgesehen.
Nein, die LVM bietet keine garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall an. Die einmal festgelegte BU-Rente bleibt während der gesamten Leistungsdauer konstant, während die meisten anderen BU-Versicherer eine Steigerung von bis zu 3 Prozent pro Jahr ermöglichen.
Nein, die LVM bietet keine Arbeitsunfähigkeitsklausel an. Bei länger andauernder Krankschreibung muss daher immer der vollständige, aufwendigere Antrag auf BU-Leistung gestellt werden.
Die Nachversicherung ist bei der LVM über die gesamte Vertragslaufzeit auf insgesamt maximal 1.000 Euro begrenzt, unabhängig von einer gewählten Beitragsdynamik. Wer mit einer niedrigen Anfangsrente startet, ist davon besonders eingeschränkt.
Nein, da die LVM keinen Maklervertrieb hat, ist eine anonyme Risikovoranfrage ueber einen unabhängigen Vermittler nicht möglich.
Nicht unbedingt - die Bequemlichkeit sollte technische Schwächen wie die niedrige Nachversicherungsgrenze nicht überdecken. Ein Vergleich lohnt sich in jedem Fall.
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Die LVM ist ein großer westfälischer Vollsortimenter und Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit dem Tarif BU-RentePlus. Der Abschluss erfolgt persönlich über eigene Vertrauensleute vor Ort, mit Verzicht auf die abstrakte Verweisung.
Die LVM wurde 1896 als "Versicherungsverein gegen Haftpflicht für Landwirte" gegründet und ist bis heute als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit organisiert - eine Rechtsform, die grundsätzlich für Kundenorientierung statt Gewinnausschüttung an externe Investoren steht. Die Kfz-Versicherung bildet mit rund 7 Millionen Verträgen weiterhin die größte Sparte des als Vollsortimenter aufgestellten Unternehmens. In der Berufsunfähigkeitsversicherung zeigt sich erfolgt der Abschluss ausschließlich über die eigenen "Vertrauensleute" vor Ort - eine persönliche Beratung statt eines anonymen Online-Abschlusses. Eine anonyme Risikovoranfrage vor Antragstellung ist bei Bedarf über die Vertrauensleute erfragbar.