Die LV 1871 macht kaum Werbung, besitzt keinen eigenen Außendienst und ist doch bei spezialisierten Versicherungsmaklern ein fester Begriff: Die Golden BU gilt besonders für Akademiker, MINT-Berufe und Kammerberufe als eine der stärksten Lösungen am Markt - und war die Erfinderin der heute weit verbreiteten Karrieregarantie.
Vier Angaben, ein unverbindlicher Richtwert.
Dieser LV 1871 BU Rechner liefert einen unverbindlichen Richtwert. Die LV 1871 ist Erfinderin der Karrieregarantie, die seither von vielen Wettbewerbern übernommen wurde.
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Für die Golden BU der LV 1871 passt der Ausdruck "Stille Wasser sind tief" gut: Das Unternehmen macht kaum Werbung, besitzt keinen eigenen Außendienst und arbeitet bewusst nicht mit großen Strukturvertrieben zusammen, da man die dort üblichen hohen Abschlussprovisionen nicht zahlen möchte. Unter spezialisierten Versicherungsmaklern und in einschlägigen Fachforen hat sich die LV 1871 dennoch als Favorit etabliert - insbesondere für akademische Berufe gilt sie vielen als eine der besten verfügbaren Lösungen. Statt aufwendiger Tarifbezeichnungen wie Komfort, Premium oder Exklusiv gibt es schlicht die Golden BU - ein einziger, dafür sehr umfangreich ausgestatteter Tarif. Rechtlich ist die LV 1871 ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) mit Sitz in München - eine Rechtsform, bei der das Unternehmen ausschließlich seinen Mitgliedern verpflichtet ist und nicht Renditeerwartungen externer Aktionäre bedienen muss.
Die LV 1871 hat das Konzept der Karrieregarantie als erster Anbieter am Markt eingeführt - inzwischen haben zahlreiche Wettbewerber wie Nürnberger, Gothaer, Hannoversche oder der Volkswohl Bund nachgezogen. Schon bei einer Gehaltssteigerung von 5 Prozent lässt sich die BU-Rente ohne erneute Gesundheitsfragen erhöhen - eine ungewöhnlich niedrige Schwelle im Marktvergleich, die deutlich häufiger greift als die bei anderen Anbietern üblichen 10-Prozent-Schwellen. Die Obergrenze wurde von ursprünglich 6.000 auf inzwischen 8.000 Euro monatlich angehoben, je nach Beruf sogar darüber - damit liegt die LV 1871 weiterhin an der Spitze der Anbieter mit Karrieregarantie, noch vor der Nürnberger (7.500 Euro) und der Gothaer beziehungsweise dem Volkswohl Bund (jeweils 6.000 Euro). Bei der allgemeinen Nachversicherung verzichtet die LV 1871 zudem nicht nur auf eine Gesundheitsprüfung, sondern auf die gesamte Risikoprüfung - neue Hobbys oder das Rauchverhalten spielen bei einer Erhöhung also keine Rolle.
Ein Update im April 2026 verbesserte die Karrieregarantie noch einmal: Statt die maximale Obergrenze erst vollständig ausgeschöpft haben zu müssen, bevor eine weitere Erhöhung möglich ist, kann die Karrieregarantie nun jederzeit gezogen werden, sobald die Voraussetzungen erfüllt sind - ein praxisnahes Detail, das die Nutzung im Alltag erheblich erleichtert.
Neben der Karrieregarantie besitzt die LV 1871 mit der Zukunftsgarantie einen weiteren, in dieser Kombination am Markt eher seltenen Baustein: Sie ermöglicht eine Überprüfung und Anpassung der beruflichen beziehungsweise schulischen Einstufung an typischen Übergangspunkten einer Bildungs- oder Berufsbiografie - etwa beim Wechsel der Schulform, dem Studienbeginn oder dem Einstieg ins Berufsleben nach erfolgreichem Abschluss. Diese Anpassung erfolgt ohne neue Gesundheitsfragen. Für junge Versicherte, deren beruflicher Weg beim Vertragsabschluss noch nicht feststeht - ein Gymnasiast weiß mit 14 Jahren selten, ob er später Ingenieur, Anwalt oder Handwerksmeister wird - ist das ein praktisch bedeutsamer Baustein: Die einmal gesicherte gesundheitliche Einstufung bleibt erhalten, während sich die berufliche Bewertung an die tatsächliche Entwicklung anpassen lässt.
Nach unabhängiger Einschätzung aus der täglichen Beratungspraxis sind die Gesundheitsfragen der LV 1871 sehr sauber und fair gestellt. Auch bei der anonymen Risikovoranfrage berichten Makler häufig von positiven Rückmeldungen in Fällen, in denen andere Versicherer bereits abwinken oder nur mit Risikozuschlägen und Ausschlüssen versichern würden. Für unter 35-Jährige gibt es in vielen Berufen zusätzlich vereinfachte Gesundheitsfragen: Diese galten ursprünglich nur bis 1.500 Euro Rente und nur für die erste Absicherung, wurden inzwischen aber je nach Beruf auf bis zu 2.000 Euro erweitert und lassen sich auch als zweiter Vertrag nutzen.
Bei der vereinfachten Risikoprüfung für kaufmännische, akademische und MINT-Berufe unter 35 Jahren reduziert sich der Fragenkatalog spürbar: Der Abfragezeitraum für ambulante Behandlungen schrumpft auf drei Jahre, und die Formulierungen sind präziser gehalten als im Standardantrag - eine Ja-Antwort bei einzelnen, klar umrissenen Vorerkrankungen führt dabei nicht automatisch zum Abbruch der vereinfachten Prüfung. Für besonders gefragte Zielberufe wie Ingenieure, Mediziner oder Informatiker liegt die Absicherungsgrenze bei dieser vereinfachten Variante bei bis zu 2.500 Euro monatlicher Rente.
Für die anonyme Voreinschätzung bei komplexeren Vorerkrankungen bietet die LV 1871 mit Quickrisk ein eigenes digitales Werkzeug an, mit dem sich eine erste, unverbindliche Risikoeinschätzung online abrufen lässt - ohne dass dafür zunächst ein vollständiger Antrag oder eine schriftliche Risikovoranfrage über einen Vermittler nötig ist. Ein solches digitales Vorab-Tool ist am Markt nicht selbstverständlich und kann die erste Orientierung erleichtern, ersetzt aber bei wirklich komplexen oder mehrdeutigen Gesundheitsfragen nicht die ausführliche, mit ärztlichen Unterlagen unterlegte Risikovoranfrage über einen spezialisierten Vermittler.
Ein echtes Alleinstellungsmerkmal der LV 1871: Seit dem Update im Mai 2025 ist eine echte Berufsunfähigkeitsversicherung bereits ab dem 6. Lebensjahr möglich - also ab der Einschulung in die Grundschule. Zuvor lag die Grenze auch bei der LV 1871 höher; mit der Absenkung des Mindestalters wurde gleichzeitig auch die Einstufung für über 200 Berufe überarbeitet und verbessert. Aktuell bietet kein anderer Anbieter am Markt eine vergleichbar frühe Absicherung mit einer echten Berufsunfähigkeitsversicherung.
Auch für Studenten ist die LV 1871 seit einem Update im Frühjahr 2021 eine gute Option: In den meisten Studiengängen lassen sich bis zu 2.000 Euro Rente absichern, bei der beliebten Zwei-Vertrags-Lösung entsprechend 2 mal 1.000 Euro. Für alle, die früh mit einer kleineren Absicherung starten möchten, bietet die LV 1871 zudem die Variante Golden BU Start: Der Leistungsumfang ist zur regulären Golden BU vollständig identisch - lediglich der Beitrag ist in den ersten zehn Vertragsjahren spürbar reduziert, bevor er anschließend auf das reguläre Niveau ansteigt. Golden BU Start steht allerdings nur bis zu einem Eintrittsalter von 27 Jahren zur Verfügung und eignet sich damit gezielt für Studierende und junge Berufseinsteiger mit noch begrenztem Budget.
Der Zusatzbaustein "Arbeitsunfähigkeit" löst die volle BU-Rente bereits nach 6 Monaten durchgehender Krankschreibung aus, die Leistungsdauer der AU-Klausel selbst ist auf bis zu 24 Monate begrenzt. Bei einer Krebsdiagnose gibt es eine vereinfachte Soforthilfe für bis zu 18 Monate, ohne Prüfung der beruflichen Tätigkeit. Praktisch im Alltag: Eine Beitragspause ist etwa während der Elternzeit für bis zu 36 Monate oder im Sabbatical für bis zu 24 Monate möglich - der volle Versicherungsschutz bleibt dabei erhalten, ohne dass währenddessen Beiträge gezahlt werden müssen. Bei der Arztanordnungsklausel verlangt die LV 1871 nur zumutbare Hilfsmittel wie Seh- oder Hörhilfen sowie ausschließlich gefahrlose Heilbehandlungen ohne besondere Schmerzen.
Handwerker und Industriefachkräfte, die eine Weiterqualifikation zum Meister, Techniker oder technischen Fachbetriebswirt anstreben, können ihre BU-Beiträge während der Qualifikationsphase über die Meister-Technikergarantie für bis zu 48 Monate stunden - ohne dass währenddessen eine Schutzlücke entsteht. Nach erfolgreichem Abschluss der Qualifikation ermöglicht der Baustein eine Überprüfung der Berufseinstufung, eine gezielte Nachversicherung und in der Folge gegebenenfalls einen günstigeren Beitrag, der die verbesserte berufliche Stellung widerspiegelt. Damit begleitet die LV 1871 die für viele Handwerksberufe typische Aufstiegskarriere - vom Gesellen über den Meister bis zur möglichen späteren Selbstständigkeit - aktiv mit einem eigenständigen Vertragsbaustein, während viele andere Anbieter für diese Zielgruppe keine vergleichbare, spezifisch auf die Weiterqualifikation zugeschnittene Lösung bereithalten.
Praktisch bedeutet die Beitragsstundung während der Qualifikationsphase, dass die versicherte Person in dieser Zeit keinen Beitrag zahlen muss, der Versicherungsschutz aber in voller Höhe bestehen bleibt - anders als bei einer bloßen Beitragsfreistellung mit reduzierter Leistung. Für Auszubildende und Gesellen, die sich mitten in der beruflichen Weiterbildung befinden und deren Budget durch Lehrgangskosten und reduziertes Einkommen während der Fortbildungsphase ohnehin angespannt ist, kann dieser Baustein eine spürbare finanzielle Entlastung bedeuten, ohne dass dafür auf einen durchgehenden Versicherungsschutz verzichtet werden müsste.
Für Selbstständige verzichtet die LV 1871 auf die Prüfung einer zumutbaren Umorganisation des Betriebs, wenn eine akademische Ausbildung vorliegt und die versicherte Person zu mindestens 90 Prozent kaufmännische, planerische, leitende oder organisatorische Tätigkeiten ausübt. Ohne akademischen Hintergrund - etwa bei Handwerksmeistern mit eigenem Betrieb - ist die Regelung damit enger gefasst als bei Anbietern wie der Hannoverschen, die inzwischen auch auf den akademischen Abschluss verzichtet.
Bei einer im BU-Leistungsfall nötigen Betriebsumorganisation unterstützt die LV 1871 zusätzlich mit einer Umorganisationshilfe: einer einmaligen Zahlung in Höhe von bis zu sechs Monatsrenten, die für die Kosten einer notwendigen Neuorganisation des Betriebs verwendet werden kann - etwa für die Einstellung einer Vertretung oder organisatorische Anpassungen, die eine Fortführung des Betriebs trotz gesundheitlicher Einschränkung ermöglichen.
Die reguläre, an Gehaltssteigerungen gekoppelte Karrieregarantie gilt zwar nicht in ihrer üblichen Form für Selbstständige, dafür besitzt diese Zielgruppe eine eigene, wenn auch strengere Erhöhungsmöglichkeit: Steigt der durchschnittliche Gewinn der letzten drei Geschäftsjahre um mehr als 30 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der drei Jahre davor, lässt sich die BU-Rente um bis zu 10 Prozent ohne erneute Risikoprüfung erhöhen. Diese Schwelle liegt deutlich höher als die 5-Prozent-Hürde für Angestellte, sodass Selbstständige bei der LV 1871 zwar nicht gänzlich ohne Erhöhungsoption dastehen, aber einen spürbar steileren Weg zu einer höheren Absicherung zurücklegen müssen.
Bei der finanziellen Angemessenheitsprüfung für Selbstständige orientiert sich die LV 1871 am durchschnittlichen Gewinn der letzten Geschäftsjahre statt an einem einzelnen, möglicherweise untypischen Jahresergebnis - eine für Selbstständige mit schwankendem Einkommen sinnvolle Vorgehensweise, da einzelne schwache Jahre die maximal mögliche Absicherungshöhe nicht unverhältnismäßig nach unten verzerren. Wer als Selbstständiger plant, sein Geschäftsmodell in absehbarer Zeit deutlich auszubauen, sollte diesen Umstand bei der Wahl der Anfangsabsicherung mitdenken, da die reguläre Nachversicherung bei gleichbleibendem Geschäftsverlauf schneller ausgeschöpft sein kann als die strengere Karriereregel für Selbstständige greift.
Anders als Anbieter wie die Bayerische, DBV, Condor oder Signal Iduna bietet die LV 1871 keine eigenständige Dienstunfähigkeitsklausel an - ein bewusster Verzicht des Unternehmens. Für (angehende) Beamte bedeutet das: Die Feststellung einer Dienstunfähigkeit allein löst bei der LV 1871 noch keine automatisch vereinfachte Leistungsprüfung aus, sondern es muss regulär nachgewiesen werden, dass die Voraussetzungen der Berufsunfähigkeit - also eine mindestens 50-prozentige Einschränkung der bisherigen Tätigkeit - erfüllt sind. In der Praxis liegt allerdings in den allermeisten Fällen, in denen ein Dienstherr Dienstunfähigkeit feststellt, ohnehin auch eine Berufsunfähigkeit im Sinne der BU-Bedingungen vor, sodass sich die fehlende DU-Klausel im Leistungsfall seltener praktisch auswirkt, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Die übrigen Vertragsbedingungen der LV 1871 sind auch für Beamte grundsätzlich gut geeignet - es fehlt lediglich der vereinfachte Leistungsauslöser über eine DU-Klausel. Wer frühzeitig eine Beamtenlaufbahn anstrebt und auf diesen Baustein nicht verzichten möchte, sollte gezielt Anbieter mit echter Dienstunfähigkeitsklausel in die Auswahl einbeziehen.
Die Beiträge zur Golden BU zählen steuerlich zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen und lassen sich im Rahmen der Sonderausgaben geltend machen - allerdings nur, soweit die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung den jeweiligen Höchstbetrag noch nicht ausschöpfen (2.800 Euro jährlich für Selbstständige und Freiberufler, 1.900 Euro für Angestellte). In der Praxis ist dieser Höchstbetrag durch die Krankenversicherungsbeiträge bei vielen Angestellten bereits ausgeschöpft, sodass sich die BU-Beiträge steuerlich oft nicht zusätzlich auswirken.
Im Leistungsfall wird die BU-Rente als abgekürzte Leibrente besteuert: Steuerpflichtig ist dabei nicht die volle Rente, sondern nur ein sogenannter Ertragsanteil, dessen Höhe sich nach der voraussichtlichen Restlaufzeit der Rentenzahlung richtet. Bei einer angenommenen Restlaufzeit von 25 Jahren beträgt dieser Ertragsanteil beispielsweise rund 26 Prozent - der überwiegende Teil der BU-Rente bleibt in einem solchen Fall also steuerfrei. Diese Regelung gilt grundsätzlich unabhängig vom gewählten Anbieter, ist aber gerade bei der Beratung zur Frage "Wie viel BU-Rente sollte ich absichern?" ein Faktor, der leicht übersehen wird.
Die Golden BU der LV 1871 erhielt in einer Vielzahl unabhängiger Tests durchweg Spitzenbewertungen. Bei der Finanzstärke weist der Map-Report für die LV 1871 einen Wert von 93,8 Prozent aus - laut dieser Erhebung der höchste Wert unter den deutschen BU-Anbietern.
| Institut | Ergebnis | Hinweis |
|---|---|---|
| Franke & Bornberg | FFF+ (hervorragend) | Regelmäßig Bestnote |
| Morgen & Morgen | 5 von 5 Sternen | Höchstnote in allen Kategorien |
| Stiftung Warentest / Finanztest | Sehr gut (0,9) | Testsieger im entsprechenden Testjahr |
| Institut für Finanz-Markt-Analyse (infinma) | Gold | Höchste Kategorie der BU-Marktstandards; nur HDI und LV 1871 erreichten Gold |
| IVFP | Exzellent | Für alle getesteten Berufsgruppen |
In einem direkten Akademiker-Vergleich von Handelsblatt und Franke & Bornberg teilte sich die Golden BU mit AU-Baustein den zweiten Platz mit der Allianz BerufsunfähigkeitsPolice Premium (beide 98 von 100 Punkten), knapp hinter dem Testsieger HDI (100 Punkte). Beim Nettobeitrag für einen 30-jährigen Akademiker mit 1.500 Euro Rente lag die LV 1871 mit rund 42,80 Euro sogar unter dem Beitrag des Testsiegers HDI (44,72 Euro) und der Allianz (47,97 Euro) - ein Beleg dafür, dass die LV 1871 trotz ihrer umfangreichen Ausstattung nicht grundsätzlich zu den teuersten Anbietern zählt, auch wenn sie insgesamt nicht als Preisführer auftritt.
Zum Unternehmen: Die LV 1871 wurde 1871 in München gegründet und ist als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit organisiert. Anders als viele Wettbewerber konzentriert sie sich ausschließlich auf Biometrie-Produkte wie Berufsunfähigkeits-, Risikolebens- und Rentenversicherungen, statt als Vollsortimenter auch Sach- oder Krankenversicherung anzubieten.
| Zielgruppe | Eignung | Besonderheit |
|---|---|---|
| Akademiker, MINT, Kammerberufe | Sehr gut geeignet | Von vielen Maklern als Top-Lösung eingeschätzt |
| Schüler ab 6 Jahren | Sehr gut geeignet | Alleinstellungsmerkmal am Markt seit Update 2025 |
| Studenten | Gut geeignet | Bis 2.000 € möglich, Golden BU Start als Einsteigervariante |
| Handwerker mit Aufstiegsambition | Gut geeignet | Eigene Meister-Technikergarantie |
| Selbstständige (nicht-akademisch) | Andere Anbieter zusätzlich prüfen | Karriereregel enger, Umorganisation braucht Studienabschluss |
| Beamte mit Wunsch nach DU-Klausel | Anderswo besser abgedeckt | Keine eigenständige Dienstunfähigkeitsklausel |
Die LV 1871 verzichtet bewusst auf Zusatzbezeichnungen wie Komfort, Premium oder Exklusiv und bietet nur einen Tarif namens Golden BU an, der bereits in der Basisausstattung sehr umfangreich ist. Das Unternehmen macht kaum Werbung, besitzt keinen eigenen Außendienst und ist vor allem unter spezialisierten Versicherungsmaklern bekannt.
Die LV 1871 hat die Karrieregarantie als Konzept erfunden: Schon bei einer Gehaltssteigerung von 5 Prozent lässt sich die BU-Rente ohne erneute Gesundheitsfragen erhöhen, inzwischen bis zu 8.000 Euro monatlich. Ein Nachteil bleibt: Die reguläre Karrieregarantie gilt nicht in gleicher Form für Selbstständige, die stattdessen eine eigene, engere Regelung nutzen.
Seit dem Update im Mai 2025 ist bei der LV 1871 eine echte Berufsunfähigkeitsversicherung bereits ab dem 6. Lebensjahr möglich, also ab der Einschulung in die Grundschule. Das ist am Markt derzeit ein Alleinstellungsmerkmal - kein anderer Anbieter versichert Kinder in diesem Alter mit einer echten BU.
Die Zukunftsgarantie ermöglicht eine Überprüfung und Anpassung der beruflichen Einstufung an typischen Übergangspunkten einer Bildungs- oder Karrierebiografie - etwa beim Schulformwechsel, Studienbeginn oder Berufseinstieg - ohne dass dafür neue Gesundheitsfragen beantwortet werden müssen.
Nein, preislich zählt die LV 1871 nicht zu den günstigsten Anbietern am Markt. Nach unabhängiger Einschätzung sind die Vorteile der Golden BU an vielen Stellen aber einen Mehrpreis von rund 5 bis 10 Euro im Monat wert, insbesondere für Akademiker, MINT-Berufe und Kammerberufe.
Besonders gut geeignet ist die LV 1871 für Akademiker, MINT-Berufe, Kammerberufe wie Ärzte und Anwälte sowie für Schüler und Studenten mit absehbarer akademischer Laufbahn. Auch Handwerker mit Aufstiegsambition profitieren von der eigenen Meister-Technikergarantie.
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