Die InterRisk gehört zur österreichischen Vienna Insurance Group und bietet mit drei Tarifkonzepten sowie einem ungewöhnlichen Sofortrabatt-Modell eine in unabhängigen Tests regelmäßig gut bewertete Berufsunfähigkeitsversicherung.
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Die InterRisk Lebensversicherungs-AG mit Sitz in Wiesbaden gehört zu 100 Prozent der österreichischen Vienna Insurance Group (VIG) - einem der führenden europäischen Versicherungskonzerne mit Wurzeln bis ins Jahr 1824, mehr als 50 Gesellschaften in rund 30 Ländern und einem Standard-&-Poor's-Rating von A+ mit stabilem Ausblick. 2024 erzielte die VIG konzernweit Beitragseinnahmen von 15,2 Milliarden Euro bei einem Konzerngewinn vor Steuern von 882 Millionen Euro und beschäftigte rund 30.000 Mitarbeitende.
Gegründet wurde die InterRisk im Juli 1990 von einem Konsortium österreichischer Versicherungsunternehmen mit Sitz in Wiesbaden. 1992 übernahm sie die Bestände der deutschen Niederlassung der Schweizer Freiburger Allgemeinen Versicherung, 1995 wurde die Skandia Sachversicherung komplett übernommen und in InterRisk Sachversicherung umbenannt. 2007 wurde die Dachmarke Vienna Insurance Group einheitlich in die Namen aller Konzerngesellschaften integriert - seither firmiert das Unternehmen offiziell als "InterRisk Lebensversicherungs-AG Vienna Insurance Group". 2015 überschritt die InterRisk erstmals die Marke von einer Million verwalteten Verträgen und 100 Millionen Euro Beitragseinnahmen.
Wichtig zur Einordnung: Die InterRisk ist nicht mit "die Bayerische" (vormals Bayerische Beamten Versicherungen, ein eigenständiger Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit) oder der Versicherungskammer Bayern zu verwechseln - alle drei Namen werden gelegentlich verwechselt, sind aber völlig unterschiedliche Gesellschaften ohne Konzernverbindung zueinander. Die InterRisk beschäftigt heute rund 130 bis 150 Mitarbeiter, betreut einen Bestand von mehr als einer Million Verträgen bei einem Prämienvolumen von über 240 Millionen Euro und arbeitet als reiner Maklerversicherer mit rund 10.000 Vertriebspartnern zusammen - ohne eigenen Außendienst oder Direktvertrieb. Neben der Berufsunfähigkeitsversicherung bietet sie auch Risikolebens- und Unfallversicherungen sowie diverse Sachversicherungssparten an.
Die Muttergesellschaft Vienna Insurance Group AG mit Sitz in Wien blickt selbst auf eine Unternehmensgeschichte zurück, die bis ins Jahr 1824 reicht, und zählt zu den bestgerateten Unternehmen im österreichischen Leitindex ATX. Für die deutsche Tochtergesellschaft InterRisk bedeutet die Einbindung in diesen international diversifizierten Konzern eine finanzielle Stabilität, die ein eigenständiger, kleinerer deutscher Versicherer in dieser Form kaum erreichen könnte - ein relevanter Faktor gerade bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung, die typischerweise über Jahrzehnte läuft und bei der die langfristige Zahlungsfähigkeit des Versicherers im Leistungsfall entscheidend ist.
Die InterRisk unterscheidet vier Ausbaustufen, die auf demselben Grundbedingungswerk basieren: Das S-M.A.R.T-Konzept ist der preiswerteste Tarif und enthält alle Kernleistungen der anderen Konzepte - mit einer wichtigen Ausnahme: Gesundheitsstörungen nervöser oder psychischer Art sind als Berufsunfähigkeitsursache ausgeschlossen. Dieser Tarif richtet sich bewusst an Berufsgruppen wie Handwerker, die statistisch häufiger von körperlichen Unfällen als von psychischen Erkrankungen betroffen sind - da psychische Erkrankungen aber die häufigste BU-Ursache überhaupt sind, handelt es sich um einen erheblichen strukturellen Ausschluss, der vor Vertragsabschluss unbedingt bewusst sein sollte.
Für Handwerker und ähnliche Berufsgruppen, bei denen das körperliche Unfallrisiko im Vordergrund steht, kann der niedrigere Beitrag des S.M.A.R.T.-Konzepts dennoch eine wirtschaftlich sinnvolle Wahl sein - vorausgesetzt, es besteht Klarheit über die damit verbundene Einschränkung. Wer sich dagegen nicht sicher ist, ob psychische Erkrankungen für die eigene Lebenssituation ein relevantes Risiko darstellen könnten, sollte im Zweifel zum etwas teureren XL-Konzept mit vollem Leistungsumfang greifen, statt aus reinen Kostengründen eine Deckungslücke bei der statistisch häufigsten BU-Ursache in Kauf zu nehmen.
Das XL-Konzept ist der Standard-Haupttarif mit vollem Leistungsumfang inklusive psychischer Erkrankungen und wurde im unabhängigen Testfeld selbstständiger Berufsunfähigkeitsversicherungen mit der Höchstwertung "exzellent" ausgezeichnet. Das XXL-Konzept baut auf dem XL-Konzept auf und ergänzt es um zusätzliche Assistance-Leistungen - darunter ein 24-Stunden-Service-Telefon, Organisationshilfe bei Krankheit oder Unfall im Ausland sowie eine Pflegeheimplatzgarantie - und gilt als das umfangreichste Bedingungskonzept der InterRisk. Speziell für junge Menschen und Berufseinsteiger zwischen 15 und 35 Jahren gibt es zusätzlich das EcoPlan-Konzept, das auf dem XL-Konzept basiert, aber mit reduzierten Einstiegsbeiträgen kalkuliert ist.
Marktüblich verzichtet die InterRisk auf die abstrakte Verweisung - und zwar eindeutig alters- und berufsunabhängig, was in den Bedingungen explizit klargestellt wird. Weitere Kernleistungen aller Konzepte: die übliche 50-Prozent-BU-Regel, ein Prognosezeitraum von sechs Monaten, rückwirkende Zahlung ab Eintritt der Berufsunfähigkeit, eine Pflegeabsicherung bereits ab einem einzigen Pflegepunkt sowie eine Infektionsklausel. Die AU-Klausel leistet bei der InterRisk bis zu 36 Monate und zählt damit zur Spitzengruppe am Markt, gemeinsam mit Anbietern wie Condor, Baloise oder dem Volkswohl Bund.
Für Antragsteller mit einem sofortigen Absicherungsbedarf ist zudem der vorläufige Versicherungsschutz relevant: Bereits ab Antragstellung besteht bei der InterRisk ein vorläufiger Schutz bis zu 18.000 Euro Jahresrente - noch bevor die eigentliche Risikoprüfung abgeschlossen ist. Das ist besonders in der Phase zwischen Antragstellung und endgültiger Vertragsannahme praktisch relevant, in der andere, weniger großzügig gestaltete Tarife mitunter überhaupt keinen vorläufigen Schutz bieten und Antragsteller im Zweifel ungeschützt wären, falls in dieser Übergangsphase tatsächlich eine Berufsunfähigkeit einträte.
Eine Besonderheit der InterRisk ist der Sofortrabatt in Höhe der voraussichtlichen Überschussanteile: Statt den nicht garantierten Überschuss erst nachträglich gutzuschreiben, wird der Beitrag von Beginn an entsprechend reduziert. Bei der Zahlweise gibt es gestaffelte Rabatte - 2 Prozent bei vierteljährlicher, 3 Prozent bei halbjährlicher und 5 Prozent bei jährlicher Zahlung. Auch bei finanziellen Engpässen zeigt sich die InterRisk flexibel: Eine Beitragsstundung ist für bis zu 36 Monate möglich, mit einer Rückzahlungsfrist von bis zu 12 Monaten für die gestundeten Beträge.
Der Sofortrabatt unterscheidet sich grundsätzlich vom bei anderen Anbietern üblichen Modell einer nachträglichen Überschussgutschrift: Während die meisten Versicherer den voraussichtlichen Überschuss erst am Ende eines Geschäftsjahres gutschreiben und der monatlich zu zahlende Beitrag entsprechend nachträglich sinkt, kalkuliert die InterRisk den erwarteten Überschuss von vornherein in den laufenden Beitrag ein. Für Versicherte bedeutet das eine höhere Planungssicherheit beim tatsächlich zu zahlenden Betrag, birgt aber auch das theoretische Risiko, dass der Beitrag nachträglich angepasst werden müsste, falls sich die tatsächlichen Überschüsse deutlich schlechter entwickeln als ursprünglich kalkuliert.
Ergänzend zu den Kernleistungen bietet das XXL-Konzept mit seinen Assistance-Leistungen einen im deutschen BU-Markt eher seltenen Zusatznutzen: Neben dem bereits erwähnten 24-Stunden-Service-Telefon und der Organisationshilfe im Ausland zählen dazu auch eine Rehabilitationskoordination sowie Einmalzahlungen bei einer schweren Erkrankung eines eigenen Kindes. Diese Bausteine gehen über die reine finanzielle BU-Absicherung hinaus und zielen darauf ab, Versicherte und ihre Familien auch organisatorisch und praktisch in Krisensituationen zu unterstützen - ein Ansatz, der bei klassischen BU-Tarifen anderer Anbieter selten in dieser Form zu finden ist.
| Institut | Ergebnis | Hinweis |
|---|---|---|
| Unabhängiger SBU-Vergleichstest | "Exzellent" (Tarif XL) | Höchstwertung im Testfeld selbstständiger BU-Versicherungen |
| FOCUS MONEY / ServiceValue | "Höchste Kundenzufriedenheit" | Auszeichnung 09/2026 |
| Franke & Bornberg (XL-Tarif, 08/2025) | FFF ("sehr gut") | Zweitbeste Note, nicht die Bestnote FFF+ |
| Stiftung Warentest (XXL-Tarif) | "gut" (Note 2,1) | Kein Einzug in die Bestnotenkategorie |
Diese Testnoten zeigen eine interessante Spreizung: Während Softfair und vergleichbare Analysehäuser die InterRisk XL/XXL als leistungsstärksten Tarif zielgruppenübergreifend mit der Höchstnote auszeichnen, erreicht dieselbe InterRisk bei Stiftung Warentest nur ein "gut" und bei Franke & Bornberg die zweitbeste statt die Bestnote. Diese Diskrepanz lässt sich am ehesten damit erklären, dass die InterRisk ein strukturell anderes Produkt anbietet als viele Mainstream-BU-Tarife: Die zusätzlichen Assistance-Leistungen des XXL-Konzepts werden von manchen Testverfahren stärker gewichtet als von anderen, die sich stärker auf die klassischen Kernleistungen konzentrieren. Für die eigene Entscheidung bedeutet das: Ein einzelnes Testergebnis sollte nicht isoliert betrachtet werden, sondern im Kontext der jeweiligen Bewertungsmethodik.
Die InterRisk zählt damit zu den in unabhängigen Tests regelmäßig gut bewerteten BU-Anbietern, ohne dass sie am Markt besonders präsent oder bekannt wäre - ein Fall, bei dem ein genauerer Blick auf die tatsächlichen Bedingungen sich lohnen kann. Gerade für Verbraucher, die sich primär an bekannten Markennamen orientieren, kann die InterRisk deshalb leicht aus dem Blickfeld fallen, obwohl die zugrundeliegenden Vertragsbedingungen im direkten Vergleich mit bekannteren Anbietern durchaus konkurrenzfähig sind. Ein spezialisierter, unabhängiger Versicherungsmakler mit Marktüberblick kann hier helfen, auch solche im Alltag weniger präsenten Anbieter in den eigenen Vergleich einzubeziehen, statt sich ausschließlich auf die bekanntesten Namen zu beschränken.
Die InterRisk vertreibt ihre Produkte ausschließlich über unabhängige Versicherungsmakler - es gibt keinen eigenen Außendienst, keine Ausschließlichkeitsvertreter und keine Direktvertriebskanäle. Das hat Konsequenzen für die Bekanntheit: Die InterRisk ist im Vergleich zu Großkonzernen wie Allianz oder HDI weniger bekannt, unter spezialisierten BU-Maklern aber - insbesondere wegen des XXL-Tarifs mit seinen Assistance-Leistungen und der 36-monatigen AU-Klausel - durchaus präsent. Für Verbraucher ohne eigenen Makler-Kontakt bedeutet das: Ein Abschluss ist praktisch nur über einen unabhängigen Vermittler möglich, nicht direkt beim Versicherer selbst.
Für die kommenden Jahre hat die InterRisk einen umfassenden Transformationsprozess eingeleitet: Dazu zählen die weitere Digitalisierung der internen Prozesse, eine geplante Verdoppelung des Außendienstes für die Maklerbetreuung, die Anbindung an das Antragssystem "vers.diagnose" sowie die Einführung der digitalen Unterschrift beim Vertragsabschluss. Für Makler bedeutet das in der Praxis eine schnellere digitale Antragsstellung, zügigere Bearbeitung von Risikovoranfragen und eine strukturiertere Betreuung - Verbesserungen, die sich mittelfristig auch auf die Kundenerfahrung beim Vertragsabschluss auswirken dürften.
Ein Aspekt, der bei der Einordnung der InterRisk mitgedacht werden sollte: Der reine BU-Vertragsbestand der InterRisk ist im Vergleich zu etablierten Großanbietern eher klein. Das bedeutet nicht automatisch eine schlechtere Regulierungspraxis im Leistungsfall, führt aber dazu, dass es schlicht weniger öffentlich dokumentierte Erfahrungswerte aus tatsächlichen BU-Leistungsfällen gibt, auf die sich Interessenten bei ihrer Entscheidung stützen könnten. Wer sich für die InterRisk interessiert, sollte diesen Umstand bei der Gesamtbewertung berücksichtigen und gegebenenfalls gezielt nach den Erfahrungen spezialisierter Makler mit der InterRisk im konkreten Leistungsfall fragen, statt sich allein auf Testnoten und Bedingungsvergleiche zu verlassen.
Zusammenfassend positioniert sich die InterRisk als solider, wenn auch am Markt weniger bekannter BU-Anbieter mit einem besonders differenzierten Tarifsystem: vom preiswerten S.M.A.R.T.-Konzept ohne psychischen Schutz über den vollwertigen XL-Standard bis zum mit Assistance-Leistungen ausgestatteten XXL-Konzept. Die Einbindung in die finanzstarke Vienna Insurance Group sorgt für Stabilität im Hintergrund, während der reine Maklervertrieb bedeutet, dass ein Abschluss praktisch nur über einen unabhängigen Vermittler erfolgen kann - direkt beim Versicherer selbst ist ein Vertragsabschluss dagegen nicht vorgesehen.
Die InterRisk Lebensversicherungs-AG gehört zu 100 Prozent der österreichischen Vienna Insurance Group (VIG). Sie ist nicht identisch mit "die Bayerische" (vormals Bayerische Beamten Versicherungen) oder der Versicherungskammer Bayern - beide sind eigenständige Gesellschaften ohne Konzernverbindung zur InterRisk.
Die InterRisk gewährt einen Sofortrabatt in Höhe der voraussichtlichen Überschussanteile - der Beitrag wird also von Anfang an um den erwarteten, nicht garantierten Überschuss reduziert, statt diesen erst nachträglich gutzuschreiben.
Die InterRisk bietet drei Konzepte an: das S-M.A.R.T-Konzept als Basisschutz, das XL-Konzept mit innovativen Zusatzleistungen als Top-Schutz, sowie EcoPlan speziell für junge Menschen und Berufseinsteiger.
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